Leo Jugel – Wie sieht's denn hier aus? / Eigensinnig unperfekt zwischen Stadt und Land. Fri, 17 May 2013 19:24:09 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.1 Einmal aufladen, bitte! /2013/05/einmal-aufladen-bitte/ /2013/05/einmal-aufladen-bitte/#respond Fri, 17 May 2013 19:24:09 +0000 /?p=6066 Lesen fortsetzen ]]> Neue Technik ist eine feine Sache, vor allem diese ganzen tollen mobilen Geräte. Das neuerlich gekaufte iPad war dem Kind fast nicht mehr aus der Hand zu reissen. Allerdings haben sie alle eine Macke, sie müssen regelmäßig aufgeladen werden. Das war bisher auch nur ein kleineres übel, denn kleine Telefone lassen sich fast überall mal schnell ans Kabel hängen. Meistens lag mein iPhone als Wecker neben dem Bett und sonst war in einem Teil des Bücherschranks ein Eckchen frei.

Das hat sich aber mit dem iPad schlagartig geändert. Die unglücklichen Laute von Simone aus der Küche am Morgen waren ein sicheres Zeichen, dass sich etwas ändern muss. Aus Platzmangel hatte ich das gute neue Gerät neben der Microwelle in der Küchenzeile zum Laden niedergelegt. Keine wirklich gute Idee, denn da lag es dann doch im Weg und zu nah an der Spüle. (Anm. d. Red.: Fast auf dem Toaster!)

Es musste also eine Lösung her, am besten für alle Geräte. Sinnvollerweise sollte auch die Sucherei aufhören, wenn wieder mal jemand ein Gerät sonstwo abgelegt hatte. Es gibt im Netz viele schöne Gadgets (siehe hier und hier), aber entweder sind diese viel zu klein und das iPad würde wieder danebenliegen oder die Preise sind einfach völlig unrealistisch. Es gibt auch noch technische Aspekte, wie den Ladestrom, den die jeweilige Station liefern kann. Sonst kann es leicht passieren, dass am Ende nur ein Gerät lädt und das andere am Morgen immer noch leer ist.

Am Ende lag die Lösung einfach auf der Hand: Ein paar Papierklammern (Foldback Clips). Die großen Varianten passen locker an eine Tischkante und das Kabel lässt sich durch die Griffe führen. Damit kleine Stecker nicht durchrutschen kann, kommt einfach noch eine kleine Klemme mit ans Kabel. So verschwinden die Kabel hinter den kleinen Schrank, ohne herunterzufallen, und sind doch immer griffbereit.

Ladestation2 4 Ladestation2 1

Damit die guten Stücke nicht zerkratzen, gab es dann noch eine Wollfilzunterlage, die aber eventuell noch einmal vergrößert werden könnte. Praktischer Vorteil der aktuellen Lösung: Sie ist erweiterbar und vor allem zukunftssicher, denn die meisten kommerziellen Ladestationen haben logischerweise nur aktuelle Steckverbindungen. Clevererweise haben manche zwar einfach USB-Anschlüsse, aber es gibt ja immer mal wieder Hersteller, die nicht jedes Ladeteil an Ihr Gerät lassen.

Alles in allem sind wir damit jetzt schon sehr zufrieden und vor allem hat jetzt alles seinen Platz.

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Am Ende Licht … /2012/12/am-ende-licht/ /2012/12/am-ende-licht/#comments Fri, 21 Dec 2012 21:16:42 +0000 /?p=5246 Lesen fortsetzen ]]> Wir ziehen um. Nicht zuhause, aber unser Bürogebäude muß bis zum Ende des Jahres geräumt werden. Ganz zufällig sind wir die letzte Gruppe im Gebäude und so hat es sich ergeben, daß die diesjährige Weihnachtsfeier noch im alten Gebäude stattfindet. Über die letzten Tage und Wochen hatte es schon bizarre Züge angenommen dort zum Arbeiten zu gehen, denn in den unteren Etagen stapelten sich Müll und zu entsorgende Restbestände aus 30 Jahre alten Büros.

So fanden sich auch einige interessante Dinge, wie ein zu entsorgendes Magazin der Bibliothek mit Ausgaben des „Spiegel“ von 1964 bis 1991 und einigen sehr interessanten Printwerken der Studentenschaft.

Und vor wenigen Tagen begann es dann immer mehr so auszusehen:

19.12.12 - 1 19.12.12 - 2

Kein  wirklich schöner Anblick für eine Weihnachtsfeier. Aber für solche Fälle haben wir unseren System Adminstrator, welcher nebenher auch noch Lichtgestalter, Elektrobastler und Sammler von skurrilen Elektrogeräten ist. Aus dem vielen Sperrmüll in den Räumen hat er alte Projektoren gerettet und auch so manches Dia um uns dann mit ein wenig Licht den Raum umzugestalten.

So haben die ganzen mitgebrachten Speisen und das leckere Spanferkel dann auch in dieser Umgebung gemundet.

Frohe Weihnachten!

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Zikaden und Okonmiyaki /2012/10/zikaden-und-okonmiyaki/ /2012/10/zikaden-und-okonmiyaki/#comments Mon, 15 Oct 2012 07:37:23 +0000 /?p=4937 Lesen fortsetzen ]]> In letzter Zeit erwischt mich das Fernweh. Immer dann besonders schlimm, wenn ich japanische Zikaden höre. Diese Hintergrundgeräusche sind besonders beliebt in japanischen Trickfilmen (Anime), wie z.B. „Das Mädchen, das durch die Zeit sprang„. Eigentlich sind diese Geräusche nur ein Sinnbild für den Sommer in Japan, der wegen Hitze und Luftfeuchtigkeit sehr anstrengend sein kann. Ich mag es trotzdem und da ich gerade nicht wegfliegen kann, musste Japan zu uns nach Hause kommen: In Form von Okonomiyaki!

Okonomiyaki, übersetzt heisst das soviel wie „Wie du es willst“, ist eine Art Omlette mit Weisskohl , Bacon oder sonstiges und einer speziellen Okonomiyakisoße und Majonäse*. Das Rezept habe ich von Okonomiyaki World genommen und eine der einfacheren Varianten abgewandelt. Wir hatten einfach kein Bacon, also musste es Salami tun. War auch lecker.

Grundlegend ist folgendes drin (2 Omlettes):

  • 100g Mehl (hier Vollkornweizenmehl)
  • 160ml Brühe (einfache Gemüsebrühe)
  • 2 Eier
  • 300g Weisskohl (2x3cm Stücke, kann gerne kleiner!)
  • 2 Frühlingszwiebeln

Mehl und Wasser mixen, die Eier dazu und verrühren und dann den Weisskohl mit den Frühlingszwiebeln hineintun und so mischen, dass überall etwas von der Teigmasse dran ist.

Dann kommt das ganze in eine erhitzte Pfanne mit etwas Öl. Nicht zu heiss! Dann jede Seit zwischen 3 und 4 Minuten backen. Das Wenden gestaltete sich bei mir etwas schwierig, da ich die komplette Portion in eine Pfanne getan habe. Geschmeckt hat es aber trotzdem.

Auf den Tisch kommt das Omlette dann am Stück und wird im Zickzack mit Okonomiyakisoße und Majonäse garniert. Wer mag, kann gerne noch Bonitoflocken oben drauf tun, das ist dann auch ein Spaß für die Kinder, wenn die sich dann kräuseln und wippen.

Noch war es nicht perfekt, aber seinen Zweck das Fernweh etwas zu zerstreuen hat es bewirkt. Guten Appetit!

* Sieht Mayonnaise in der Schreibweise nicht schrecklich aus?

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Our Server is Down!* /2012/08/our-server-is-down/ /2012/08/our-server-is-down/#comments Fri, 17 Aug 2012 19:21:23 +0000 /?p=4654 Lesen fortsetzen ]]> Es ist passiert. Das unfassbare. Die zentrale Backup und Speichereinheit hat einfach aufgehört zu funktionieren. Das Gerät ist ein sogenanntes NAS. Englisch für Network-Attached-Storage: Eine Platte am Netzwerk also. Vier Terabyte, da passt so einiges drauf.

Es roch etwas brenzlich und es fehlte plötzlich das beruhigende Lüfterrauschen, das immer aus der Zimmerecke kam. Dabei war sonst alles auf den Ausfall der verschiedensten Teile vorbereitet. Damit uns der Strom keinen Strich durch die Rechnung macht, ist der Netzwerkspeicher mit einer Unterbrechungsfreien Stromversorgung abgesichert. Kleine Stromspitzen oder ein Ausfall von bis zu 30 Minuten: kein Problem. Zudem liegt immer eine extra Festplatte bereit, falls eine der vier im Gerät verbauten mal den Geist aufgeben sollte. Das hat auch schon zweimal gut geklappt. Immerhin hat es uns unter schwierigsten Bedingungen bei hoher Luftfeuchtigkeit und Hitze in Korea, aber dann auch hier immer beste Dienste geleistet.

Tja, und dann geht einfach das Netzteil, die interne Stromversorgung, kaputt. Das war nicht vorgesehen. Da darf man schon mal kurz erschrecken. Und dann kam noch die eine Frage aus dem Nebenzimmer: „Da sind doch unsere ganzen Bilder drauf?“ – Nochmal Herzkasper. Aber dann kam doch die Erinnerung, es gab ein automatisches Backup der Bilder in die Weiten des Internet. Schnell noch mal auf dem Server verifiziert und der Blutdruck ging wieder runter.

Als erstes habe ich das Gerät dann mal aufgeschraubt, was ziemlich einfach ging. Der Inhalt hat mich dann schon ein bisschen erschreckt. Von derartiger Verschmutzung hatte ich bisher nur in der Rubrik: Adminstratorenhorror (Achtung: Englisch) gelesen. Aber das war in gewisser Weise auch kein Wunder, denn laut Herstellerangaben, hatte ich den Lüfter im Gerät umgedreht, so das er die Luft in das Gerät gesaugt hat und nicht heraus, weil dadurch die Kühlung verbessert wurde.

Jetzt war die Frage: Was machen wir damit? Ein Blick auf Amazon zeigte schnell, daß ein neues Netzteil ca. 230 € kostet. Immer noch günstiger als ein neues Gerät (ohne Festplatten) für ca. 700 €. Einer Eingebung folgend, habe ich mich dann aber doch mal im Fachforum des Herstellers herumgetrieben und einen Hinweis auf einen möglichen Austausch durch denselben gefunden. Wirklich dran geglaubt habe ich nicht, ehrlich gesagt, denn nach fünf Jahren ist üblicherweise jegliche Garantie vorbei.

Immerhin kannte das Onlinehilfesystem noch mich und mein Gerät, obwohl ich da sicher auch schon ein paar Jahre nicht mehr hineingeschaut habe. Kurze Nachricht an den Support: „Hallo, mein Netzteil ist mit einem brenzligen Geruch ausgefallen. Den Lüfter hatte ich damals angepasst. Was soll ich tun?“ Und siehe da, kurz darauf kam sogar eine Nachricht zurück: „Hallo lieber Kunde, wenn Du uns deine Adresse sagst, schicken wir dir ein neues. Dein Support.“ Unfaßbar, die haben nicht mal mit der Wimper gezuckt! Also hab ich alles schön hingeschickt und zack hatte ich eine UPS Verfolgungsnummer um dann zuzuschauen, wie mein neues Netzteil aus Belgien nach Berlin kam. Ich muß es nochmal laut sagen:

„Danke NETGEAR, das war der beste Support, den ich bisher erlebt habe!“

Es war auch schnell eingebaut und jetzt flutscht alles wieder wie immer. Gelernt habe ich dabei auch noch etwas. Immer mal wieder die Geräte säubern (auch innen) und es sollte ein Plan existieren, wie die Daten gerettet werden können. Auf keinen Fall sollte man sich darauf verlassen, daß das NAS ewig funktioniert.

Einen kleinen Haken hatte die Sache aber dann doch. Der Support hat dabei nicht an mich gedacht.  Frau Jugel wird das sicher nicht gern hören (also nicht weitersagen): Aber wie bitte soll ich für den Kauf eines neuen NAS mit sechs Platten argumentieren, wenn das alte so einfach repariert wird?

* „Our Server is Down!“ ist übrigens ein hervorragender Comic für Eltern. Sehr empfehlenswert.

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Gestern in Berlin … /2011/11/gestern-in-berlin/ /2011/11/gestern-in-berlin/#respond Sat, 05 Nov 2011 02:22:07 +0000 /?p=2818 Lesen fortsetzen ]]> 2:46 und eigentlich sollte der Artikel gestern erscheinen, was allerdings etwas schwer ist, da der Tag erst jetzt zu Ende gegangen ist.

Herr F. hat seinen Dr. erhalten. Begonnen hat das zwar schon vor einigen Jahren, aber heute 13:00 war die Aussprache. Und er hats mit Bravur geschafft und alle eingeladen ab 20:00 im Salon Schmück zu feiern. Da Berliner Lokalitäten immer wieder etwas zum Hinschauen sind und die Feier mit netten Freunden keinesfalls verpasst werden durfte, hier ein paar Eindrücke.



Wie viele Orte ist der Salon Schmück mit gebrauchten Möbeln ausgestattet, wenn auch nicht ganz so stilecht, wie das Provinz. Auch kann man keinen der Einrichtungsgegenstände kaufen, wie in der Kaufbar, aber nett zum Sitzen, Schnacken und Leute schaun ist es schon.
Das „F“ auf der Hand garantierte Nachschub ohne finanzielle Sorgen und so war für Bier und Wodka Cranberry (siehe Bild) ausreichend gesorgt.

Herzlichen Glückwunsch Dr. F. und Gute Nacht!

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Selbsthilfe für jede Lebenslage /2011/10/selbsthilfe-fuer-jede-lebenslage/ /2011/10/selbsthilfe-fuer-jede-lebenslage/#comments Fri, 28 Oct 2011 16:00:41 +0000 /?p=428 Lesen fortsetzen ]]> In einem meiner letzten Artikel habe ich mich ja lang und breit über Kabel ausgelassen. Da hab ich ja sogar mal selbst ein wenig Ahnung. Was andere Bereiche der Wohnung angeht, sei es Küchengeräte, handwerkliche Arbeiten oder sogar die Hifi-Komponenten, sieht das schon anders aus.

Und hier kann das Internet helfen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es ein Forum für alles gibt und für jeden. Wer sein Heimkino verbessern oder optimieren will, sollte sich auf jeden Fall mal im Hifi-Forum umsehen. Dort findet sich Rat vom Kabel bis zum Beamer. Aber auch für die Kaffeeliebhaber gibt’s was: Das Kaffee-Forum. Bisher dachte ich immer, dass nur Autos „gepimpt“ werden. Aber seitdem ich mich mit Kaffeevollautomaten beschäftige habe ich gelernt: jedes technische Gerät kann optimiert werden. Unter anderem auch die Dreambox, einen sehr flexiblen Satelliten- und Kabelempfänger. Dafür gibts dann das ihad (i-have-a-dreambox) Forum.

Was die Handwerkerarbeiten angeht, finden sich interessanterweise nicht nur professionelle Foren, in denen echte „Maler“ sich austauschen, sondern es findet sich auch eine Menge Information in „Mütter-Foren“, wer hätte das gedacht?

Wichtig bei der Suche nach Hilfe sind ein paar kleine Dinge:

  • Suche mit Google oder der Forensuche, jedoch wer mit der foreneigenen Suche arbeiten will muß sich oft anmelden. Daher sollte man sich eine Spam-Email zulegen.
  • Erst suchen, dann fragen. Die Eingeborenen sind da oft eigen.
  • Dort tummeln sich viele Meinungen, es ist ist also hilfreich, sich vorher zu überlegen welche eigenen Anforderungen man hat.

Insgesamt sind es oft die kleinen Tipps, die einem weiterhelfen. Neben diesen finden sich aber auch allerlei kuriose Diskussionen. Also reinschauen und Spaß haben.

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Pixel Pixel Pixel /2011/08/pixel-pixel-pixel/ /2011/08/pixel-pixel-pixel/#comments Thu, 25 Aug 2011 05:30:49 +0000 /?p=2144 Lesen fortsetzen ]]> Bald werden Sie der Vergangenheit angehören: Die Pixel.

Schon jetzt ist es fast unmöglich auf einem modernen iPhone 4 einzelne Pixel noch zu erkennen. Die Auflösung der Bildschirme wird immer besser, so dass Filme und Bilder immer im besten Lichte preisgegeben werden. Allerdings ist das auch ein wenig so wie mit dem Hauptspeicher eines Computers, viel ist gut, aber im gleichen Zuge werden die Programme immer größer und verschlingen Unmengen davon.

Ist etwas sehr engen Grenzen ausgesetzt entsteht im Gegenzug so manche Perle. Das gilt auch für den den gemeinen Bildschirm mit geringer Auflösung. Das hatte auch schon Roy Lichtenstein erkannt mit seinen berühmten Rasterbildern. Seinerzeit inspiriert durch Comics gibt es inzwischen Künstler, die sich dem Pixel verschrieben haben. Ausgehend von der Ästhetik früher Computerspiele bildet zum Beipiel hello.eboy aus Berlin mit Pixeln alles ab, was unsere Umwelt zu bieten hat.

Interessant finde ich die Pixoramen, insbesondere die Stadtansichten, welche neben einigen Verrücktheiten der Künstler sehr gut die spezifischen Eigenheiten dieser Städte wiedergeben. Leider sind die Bilder online nur schwer einzuschätzen. Sie entfalten ihre besondere Wirkung erst mit der richtigen Größe. Gedruckt in A0 ist ein Pixel 1×1 Millimeter groß und man es ist faszinierend zu sehen, wie sich ein buntes und scheinbar aktives Bild entsteht. Da die Poster auch etwas von einem Wimmelbildern haben findet sich bei fast jeder Betrachtung ein neues kleines Detail.

Die drei hier gezeigten Poster von Berlin, London und Tokyo sind meine Lieblingsstücke. Berlin ist meine derzeitige Heimat, in London habe ich studiert und zu Tokyo habe ich eine besondere Beziehung durch meine Freunde dort. Mit der Erlaubnis der Künstler habe ich die drei Poster in Seoul im Jahr 2008 drucken lassen und in meinem Büro aufgehängt. Der Prozess des Druckens und Rahmens war natürlich ein Erlebnis. Als erstes musste der Teil der Stadt gefunden werden, wo die Druck- und Kopierläden ganze Strassenzüge säumen. Mit etwas Hilfe von einem Bekannten habe ich den Drucker überzeugen können, dass ich das Bild in Größe A0 haben möchte und dass es korrekt ist, wenn es so pixelig aussieht. Nachdem dieser Vorgang abgeschlossen war fand sich gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite ein Rahmenmacher. Mit Händen und Füssen einigten wir uns auf einen einfachen Holzrahmen mit einer Platte auf die das Poster geklebt wurde. Interessanterweise wurden die Seiten mit schwarzem Klebeband verschönert, wie man schön auf dem ersten Bild sehen kann. Das hat dann alles einen Nachmittag gedauert und mit ca. 90 EUR pro Stück gar kein schlechter Preis für die Handarbeit.

 

 

 

 

 

 

Heute hängen die Bilder in meinem neuen Büro, wobei ich Tokyo für den Besprechungsraum abgegeben habe. Vor allen unsere japanischen Gastwissenschaftler und Besucher sind immer wieder überrascht.

Und so sieht das jetzt aus:

 

 

 

 

 

 

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Zu Besuch in Seoul: Wo Wanderer wohnen /2011/06/zu-besuch-in-seoul-wo-wanderer-wohnen/ /2011/06/zu-besuch-in-seoul-wo-wanderer-wohnen/#respond Thu, 16 Jun 2011 12:02:14 +0000 /?p=1530 Lesen fortsetzen ]]>

Einen Teil unserers Familienlebens haben wir in Seoul verbracht. Anderthalb Jahre in einer riesigen, wuseligen Stadt in einer Wohnung mit herrlichem Blick auf den Namsan (ein Berg in der Mitte von Seoul). Da findet man natürlich Freunde. Leider sind die meisten Ausländer dann doch moderne Nomaden und werden von Ihren Firmen immer wieder in andere Länder geschickt. Einige jedoch bleiben länger und so hatte ich die Gelegenheit in eine moderne koreanisch geschnittene Wohnung zu schauen.

Mein Gastgeber ist aus Deutschland und hat Stationen in New York und Hong-Kong hinter sich. Gerade den chinesischen Part sieht man der Wohnung dann doch an der einen oder anderen Stelle an. Aber fangen wir von vorn an.

Koreanische Wohnungen haben immer einen Vorraum in dem ein kleiner Absatz den Teil der Wohnung der noch draussen ist, von dem inneren trennt. Dort ist es auch geboten die Schuhe auszuziehen, denn in Korea wird nur auf Strümpfen die Wohnung betreten. Entsprechend leicht an- und auszuziehendes Schuhwerk ist von Vorteil – ebenso wie die Sauberkeit und  Löcherfreiheit der Socken. Die Wohnung selbst teilt sich in drei Teile, die um das große Wohnzimmer mit abtrennbarer Wohnküche angeordnet sind. In Wohnungen dieser Größe gibt es zwei Badezimmer, wobei eins im Bereich des Schlafzimmer ist und mit einem Umkleidezimmer mit Kleiderschrank verbunden ist. Ein kleiner Flur verbindet den privaten Bereich .

Der zweite Bereich im hinteren Teil der Wohnung ist auf der Blickachse von der Eingangstür und hat links ein Arbeitszimmer und rechts direkt neben dem Wohnzimmer ein großzügiges Gästezimmer in dem ein toller chinesischer Schrank nebst Spiegel steht. Koreanische Wohnungen werden selbst unmöbliert immer mit Gardinen und Vorhängen vermietet. Meistens blickdichte barocke Stoffe, wie der rote Satinvorhang im Gästezimmer. Passend dazu eine gerade noch akzeptable Tapete in gleicher Farbe mit einem Pflanzenmuster.

Am Ende des Ganges, wo der Spiegel mit einem kleinen Vorhang abgedeckt ist geht es rechts um die Ecke in ein kleines Badezimmer mit Toilette, Waschbecken und Badewanne mit Whirlpool. Alle Zimmer sind individuell mit Klimanlagen und Fußbodenheizung ausgestattet. Das ist auch notwendig, da es im Sommer bei 30 Grad und 95% Luftfeuchtigkeit unerträglich wird und auch die Winter hier durchaus deutliche Minusgrade aufweisen.

Die Wohnung hat, was nicht immer üblich ist, einen schönen Blick über einen eher flach bebauten Teil der Stadt und ist in der nähe eines buddhistischen Tempels gelegen, der einen morgens mit Betgesängen aus dem Schlaf holt.

Insgesamt eine schöne Bleibe, auch wenn die Bewohner, wie viele andere auch, zu wenig die kleinen Fenster öffnen, da die Luft in Seoul so mit Staub belastet ist, dass innerhalb kürzester Zeit ein schwarzer Film über allem liegt, der wirklich schwer wegzubekommen ist. Ich erinnere mich noch an unsere Wohnung, wo man nur kurz nach dem Putzen mit weißen Socken (ja, es gibt Besucher, die kommen mit weissen Socket nach Seoul) über das Parkett gehen konnte.

Der diesige Blick auf die Stadt ist normal im Sommer, wo die Sonner immer nur durch diese Wolkendecke brennt. im Winter gibts dafür blauen Himmel, Sonnenschein und Eiseskälte.

 

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Bei Hempels unterm Sofa: Das zweite Wohnzimmer /2011/06/bei-hempels-unterm-sofa-das-zweite-wohnzimmer/ /2011/06/bei-hempels-unterm-sofa-das-zweite-wohnzimmer/#comments Tue, 07 Jun 2011 09:52:52 +0000 /?p=1395 Lesen fortsetzen ]]> Der Deutsche liebt es. Für die einen ist es ein Gebrauchsgegenstand, anderen vergöttern es. Unser Auto; oft auch das zweite Wohnzimmer. Früher kannte ein Autofahrer sein Fahrzeug ziemlich gut und konnte auch die meisten Reparaturen selbst erledigen. Heutzutage ist das wesentlich schwieriger und deshalb fahren wir das Auto regelmäßig in die Werkstatt und zahlen für Dinge, die wir kaum noch verstehen.

Blenden

Ich kann jedem nur empfehlen mal unter die Motorhaube zu schauen und dabei auch die relativ leicht entfernbaren Blenden abzunehmen. Was da zutage trat war kein Empfehlungsschreiben für die Vertragswerkstatt. Selbst mir als Laie ist das schon länger gebrochene Rohr der Motorentlüftung aufgefallen. Im Endeffekt hätte ich das schon viel früher tun sollen: Einen vertrauenswürdigen Schrauber engagieren, der sich ums Auto kümmert. In meiner Wohnung lasse ich auch selten einen Handwerker ganz alleine vor sich hinwursteln.

Nach einiger Suche und einem netten Gespräch über die teuren Werkstätten habe ich ihn gefunden. Den Enthusiasten, der an Autos werkelt, weil er Spaß daran hat. Und nachdem inzwischen ein paar Verschleißteile fällig waren, habe ich ihm das Fahrzeug zur Reparatur übergeben. Zurück kam die schlechte Nachricht, daß ich es nicht mehr am gleichen Tag zurückbekomme, zusammen mit der nachfolgenden Bildergalerie, ganz dem Motto des Blogs entsprechend. Nur diesmal eben in der mobilen Zweitwohnung.

 

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Sammeln für Profis: LEGO Minifiguren /2011/05/sammeln-fur-profis-lego-minifiguren/ /2011/05/sammeln-fur-profis-lego-minifiguren/#comments Tue, 24 May 2011 15:49:04 +0000 /?p=1353 Lesen fortsetzen ]]> Eigentlich wollte ich ja ein technisches Thema aufgreifen, welches der Autor kürzlich aufgebracht hatte. Aber das virtuelle Datenwohnzimmer muss doch noch warten. Diese Geschichte hier fand ich viel schöner.

Egal ob gross oder klein, es gibt kaum jemand, auf den LEGO nicht eine gewisse Faszination ausübt. Also finden wir die kleinen bunten Steinchen in fast jeder Wohnung. Bei uns dienen die zusammengebauten Sets als Dekoration und leider werden einzelne Steine immer wieder zu fiesen spitzen Stolperfallen im Kinderzimmer.

Sammelkarten, Sammelfiguren, Sammeltassen. Immer wieder werden uns „hochwertige“ Produkte als Serienformat angeboten und da wir nicht nur Jäger in unserer Vorzeit waren, sondern vor allem Sammler, gibt es kein Halten mehr, sie alle zu bekommen. Leider macht die Industrie es uns nicht leicht und versteckt die Produkte oft in Tüten oder Überraschungseiern, damit wir uns nicht einfach die fehlenden Teile kaufen, sondern noch ein paar mehr dazu.

Was jetzt kommt, wird sicherlich nicht alle glücklich machen, vor allem die Onlinehändler. Arbeitsbedingt bin ich umringt von Mathematikern und Informatikern und diese kommen ab einer gewissen Intelligenzstufe auf ganz schön abgefahrene Ideen. Eine wurde mir heute morgen präsentiert, nachdem meine LEGO Schlüsselanhänger als Schlüssel-nicht-vergessen-Hilfe ausreichend bewundert wurden.

Einer dieser besagten Mathematiker (mind. 2 Doktortitel) hatte seinen vergessen und fragte mich, ob meine Tochter diese Figuren sammele und ob ich denn wüsste, wie man alle Figuren eines Sets bekommt ohne welche doppelt zu kaufen. Natürlich wurde ich sofort hellhörig und so geht’s:

Zutaten:

  • 1 Fernabsatzgesetz
  • ca. 50 Tüten Minifiguren auf Rechnung
  • 1 Mindestbestellwert von 40 EUR
  • 1 feinfühliger Tastsinn (alternativ ein Röntgengerät*)

Wer sich mit dem Fernabsatzgesetz vertraut macht, wird erfahren, daß  bei einer Bestellung, sobald der Anteil der Rücksendung 40 EUR Warenwert übersteigt, der Versender die Versandkosten auch für eine Rücksendung übernimmt. Ausserdem ist es möglich, bei einer Bestellung auch nur einen Teil der Bestellung zu widerrufen.

Mit diesem Wissen ausgestattet hatten sich besagter Mathematiker und seine kleine Schwester daran gemacht, der Sammelleidenschaft zu fröhnen. Ausgehend von 16 Figuren pro Serie gibt es eine gewisse Chance pro Tüte (ein 16tel), die gewünschte Figur zu bekommen, wobei noch zu beachten ist, dass beliebte Figuren seltener vorkommen. So kommt man auf die Zahl von ca. 50 Tüten.

Sobald die Tüten eintreffen, sollten diese untersucht werden, wobei sich das Ertasten wohl als die schnellere, und auch weniger gesundheitsgefährdende, Methode erwiesen hat. So haben die beiden dann alle Figuren einer Serie herausgesucht und innerhalb von 14 Tagen die restlichen Tüten aus der Bestellung widerrufen.

Das ganze funktioniert deshalb, weil uns der Versandhändler die Möglichkeit der Begutachtung der Ware einräumen muss. Wir könnten natürlich auch im Laden alle Tüten durchwühlen und die Figuren ertasten, aber da ist doch die Privatheit der eigenen Wohnung dann doch vorzuziehen.

Es gehört schon eine gewisse Unverfrorenheit dazu, das durchzuziehen. Wirklich wichtig ist dabei, die Ware auf Rechnung oder mindestens Nachnahme zu kaufen, sonst könnte es langwierig werden, wieder ans Geld zu kommen. Aber das ist doch mal eine kreative Methode einem Hobby nachzugehen und dabei noch zu sparen.

Also dann: viel Spaß beim Sammeln!

* Röntgengeräte sind sehr gefährlich und dürfen nur von autorisiertem Personal verwendet werden. Von der Benutzung für die hier beschriebenen Zwecke möchte ich ausdrücklich abraten!

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