Rezepte – Wie sieht's denn hier aus? / Eigensinnig unperfekt zwischen Stadt und Land. Thu, 24 Oct 2013 07:39:08 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.1 Kekse für den Oktober – Lemon Tea Cookies /2013/10/kekse-fuer-den-oktober-lemon-tea-cookies/ /2013/10/kekse-fuer-den-oktober-lemon-tea-cookies/#respond Thu, 24 Oct 2013 07:39:08 +0000 /?p=6497 Lesen fortsetzen ]]> Diese Zeit ist ja so ein wenig eine Zwischenzeit – kulinarisch gesehen. Eigentlich ist schon tiefster Herbst, aber man will den Sommer noch nicht so richtig gehen lassen. Vor allem nicht bei diesen Temperaturen. Auch, wenn man in der Schule schon mit der Bastelei für den Weihnachtsmarkt anfängt. Normalerweise haben wir da zum Knabbern was eher was weihnachtliches mitgebracht, damit man schon mal in Stimmung kommt. Aber dieses Mal?

Dieses Mal habe ich Lemon Tea Cookies gebacken. Die haben noch was von den letzten Sonnenstrahlen, zeigen aber doch schon in Richtung Herbst, finde ich.

Lemoncookies1Man braucht dazu:

2 Teelöffel Zitronensaft, den man in 100ml Milch gibt und 5 Minuten stehen lässt.
Derweil man 120 gr Butter mit einem Ei aufschlägt und 160 gr Zuckier hinzugibt. Die gestockte Milch zusammen mit 250 gr Mehl, 1/4 Teelöffel Baking-Soda (Kaisernatron) und 1 Teelöffel Backpulver verrühren.

Kleine Häufchen vom Teig auf ein Backblech geben und bei ca. 170 Grad etwa 10 Minuten auf Oberhitze backen. Dieser Wert ist ein ungefährer, man sollte dabei bleiben. Wenn sie anfangen von gold zu braun zu wechseln, können sie raus.

Auf einem Gitter abkühlen lassen und danach eine Mischung aus 2 Eßlöffel Zitronensaft und 3 Eßlöffel Zucker (keinen Puderzucker, normalen bitte) herstellen. Diese dickliche Lösung streicht man über die Kekse.

Die Cookies sind nicht wirklich knusprig sondern eher weich und sind so lecker, dass ich sie heute auf schriftlich eingereichtem Antrag der Familie nochmals backen musste. Ich bezweifle, dass sie den heutigen Sonnenuntergang noch erleben werden. Die Kekse, nicht die Familie.

]]>
/2013/10/kekse-fuer-den-oktober-lemon-tea-cookies/feed/ 0
Sommerende in rosa – Himbeereis am Stiel /2013/09/sommerende-in-rosa/ /2013/09/sommerende-in-rosa/#respond Sun, 08 Sep 2013 13:26:26 +0000 /?p=6384 Lesen fortsetzen ]]> himbeereisDas vermutlich letzte Mal Freibadwetter, dazu passt ein Eis am Stiel. Ursprünglich hier gelesen und festgestellt, dass alle Zutaten zur Hand sind. Sogar der Sirup stand schon fertig im Kühlschrank, ein Überbleibsel von der letzten Limonadenaktion.

100 g Himbeeren reichten, die wurden mit dem Saft von vier Zitronen (ca. 125 ml) püriert. Dazu kamen 250 ml Zuckersirup (Läuterzucker). Das klingt jetzt viel, aber keine Angst, es wird nicht zu süß. Alles durchrühren, in die Eisförmchen, fertig.

Lasst uns den Sommer einfach noch ein bisschen verlängern.

]]>
/2013/09/sommerende-in-rosa/feed/ 0
Fang den Sommer ein! /2013/08/fang-den-sommer-ein/ /2013/08/fang-den-sommer-ein/#respond Tue, 27 Aug 2013 16:05:24 +0000 /?p=6350 Lesen fortsetzen ]]> ThymianEssig Ist eigentlich noch Sommer? Gerade so. Wer sich etwas vom Sommer bewahren oder im Advent mit sommerlichen Geschenken überraschen möchte (nicht wahr, liebe Plaudis!), hat jetzt im Garten noch eine Chance. Die letzten Rosenblätter können gesammelt und der Lavendel geschnitten werden. Auch das Kräuterbeet gibt noch einiges her.

Frau Stevenson um Beispiel zaubert damit gerne Kräuteröle, die nicht nur höllelecker, sondern auch noch sehr dekorativ sind.

lavendel roteRose

KirWestfalia

Mit Rosenblättern oder Lavendelblüten und den jeweils dazu passenden ätherischen Ölen kann man angeblich ausgesprochen einfach Badesalz herstellen. Das wollte ich heute Mittag tun, stellte dann aber fest, dass die dazu benötigte Kakaobutter nicht einfach im Laden um die Ecke zu bekommen ist. Das muss also noch warten.
Alkohol ist natürlich auch immer ein gutes Konservierungsmittel. auch den den Sommer kann man damit anhalten, besonders, wenn man ihn über Johannisbeeren gießt. Im Westfälischen nennt man sowas „Aufgesetzten“ und der eignet sich hervorragend, um kalte Novemberfüße zu vertreiben.

Nicht, dass es dann heisst, wir hätten ja mal dran erinnern können.

 

 

]]>
/2013/08/fang-den-sommer-ein/feed/ 0
Zwiebeln in fast süss – Onion Marmelade /2013/08/zwiebeln-in-fast-suess-onion-marmelade/ /2013/08/zwiebeln-in-fast-suess-onion-marmelade/#comments Fri, 23 Aug 2013 09:36:15 +0000 /?p=6344 Lesen fortsetzen ]]> So, Brombeer- und Erdbeermarmelade ist hier schon eingekocht, ebenso die Himbeeren. Aber irgendwas war da doch noch? Und siehe da, ich hatte im August im Jahre des Herrn 2011 einige amerikanische Einweckrezepte ins Netz gestellt. Nur die Zwiebelmarmelade fehlte noch. Hier ist es also, das damals versprochene Rezept.

Allerdings ist der Name vielleicht ein wenig irreführend. Natürlich kann man sich die Zwiebelmarmelade auch aufs Brot streichen – das ist dann aber wohl eher was für die speziellen Geschmäcker. Für den Rest ist es eher geeignet, um damit Gegrilltes zu veredeln oder es auf den Tisch mit den besonderen Vorspeisen zu stellen.

Bild Onion Marmelade6 große Zwiebeln
500ml Sherry oder Balsamico Essig
450gr braunen Zucker
3 Lorbeerbläter
10 schwarze Pfefferkörner

Die Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden und mit dem Essig, dem Zucker, den Lorbeerblättern und den Pfefferkörnern in einen Topf geben. Kurz aufkochen und dann so lange über kleiner Flamme köcheln lassen, bis das ganze sehr, sehr dickflüssig ist. Nicht ungeduldig werden, das kann schon mal eine Stunde dauern.

Warnung: die Masse brennt recht schnell an, man sollte also immer dabei bleiben und rühren.

Man kann die Marmelade sehr gut kalt essen, geht aber auch hervorragend mit Butter kurz erhitzt zu Kurzgebratenem oder Hähnchen.

Hält sich im Kühlschrank vier bis sechs Monate, angeblich. Das habe ich hier noch nie ausprobiert, denn kaum ist sie da, ist sie auch schon wieder weg.

]]>
/2013/08/zwiebeln-in-fast-suess-onion-marmelade/feed/ 5
Das vegane Essen, das mal ein Grillen werden wollte /2013/08/das-vegane-essen-das-mal-ein-grillen-werden-wollte/ /2013/08/das-vegane-essen-das-mal-ein-grillen-werden-wollte/#comments Thu, 15 Aug 2013 08:00:28 +0000 /?p=6323 Lesen fortsetzen ]]> Hoher Besuch aus dem Netz hatte sich angesagt, Veganerin der Sorte „Du mußt für mich nichts extra machen!“ Hah! Wenn ich die Chance für einen Eintrag sehe, dann nutze ich sie auch. Nur leider sah das brandenburger Wetter die Sache anders und sandte uns eine Husche nach der nächsten. Was uns aber wiederum die sehr nützliche Lehre erteilte, dass das, was wir für unser erstes veganes Grillen vorbereitet haben, auch sehr gut als Buffet geht. Als da wäre:

RosmarinkartoffelnRosmarin-Kartöffelchen. Sollten eigentlich angekocht werden, auf Spieße gesteckt und dann auf dem Grill geröstet werden. So wurden sie gar gekocht und ganz zum Schluß in einer Pfanne mit Olivenöl und Rosmarin geschwenkt. Meersalz drüber und in der Pfanne aufs Buffet gestellt. War gerade bei den Kindern ein Hit.

PitabrotDas Pita-Brot besteht aus 500gr Mehl, 15gr Hefe, 300ml Wasser, 3Tel Olivenöl, 1Tel Salz und einer Prise Zucker. Einfach einen Hefeteig herstellen und danach ich ca. 5-7 cm runde Platten verarbeiten. Die sollten ursprünglich auf den Grill. So kamen sie für 10 Minuten bei 200 Grad in den Ofen. Ging auch.

MaiskolbenDie Maiskolben ereilte das gleiche Schicksal, statt auf dem Grill, landeten sie für 20 Minuten in einer geölten Auflaufform noch mal im Ofen. Gegessen wurden sie mit Rapsmargarine und Salz. Vorher wurden sie allerdings geteilt und in Zucker-Salz-Wasser gekocht. Achtung: Wenn man sie vorkocht und erst später verwendet, die Dinger nicht im Wasser belassen, das zieht ihnen Geschmack und Stärke raus.

BackofengemüseDas Backofengemüse war das einzige, was dort auch hingehörte. Man nimmt alles an Gemüse, was man so hat. In meinem Fall waren das Spitzpaprika, Auberginen, Zuccini, rote Zwiebeln und Tomaten. Alles in etwa gleich groß schneiden, reichlich Olivenöl und Meersalz drüber. Etwas Knoblauch noch rein und bei 200 Grad im Ofen reichlich dunkel werden lassen.

TabuleDas ist Taboulé, ein orientalischer Couscous-Salat. Den habe ich, ich gebe es zu, einfach nur mit Wasser aufgegossen, da er einer fertigen Mischung aus dem Bioladen entstammte. War jetzt für mein Dafürhalten nicht so der Hit.

DipsDiese beiden Dips waren ein wenig tricky. Der hintere besteht aus Kichererbsen aus der Dose, die ich püriert, mit Salz, Pfeffer, Koriandersamen und Kreuzkümmel und Soya-Sahne abgeschmeckt habe. Weil das aber irgendwie noch nicht paßte, kam noch etwas Orangen- und Zitronensaft rein. Das Ergebnis war ein sehr gespaltenes. Ich mochte es nicht, die anderen schon – wobei ich ehrlich kein Hülsenfruchtliebhaber bin.

Der Minz-Zitronen-Dip hingegen war gut. Soya-Schmand wird mit Salz, Zitrone, etwas Zucker und einer Handvoll Minze (ich hatte gerade Apfel und schwarze Minze zur Hand) püriert. Hier ist wichtig: Mindestens zwei Stunden ziehen lassen, dann wird er richtig gut, der Dip.

GuacamoleGuacomole ist ja nun kein wirkliches Ding. Der Trick ist, reife, gute Avocados zu bekommen, was nicht so einfach ist, wie es klingt. Diese hier hat Frau Jugel geschossen und ich habe sie nur noch mit Meersalz und etwas Zitrone angemacht. Ein Gedicht.

PilzeEigentlich auch ein Klassiker: Aus großen Champingon-Köpfen den Stil rausdrehen und kleinhacken. Zusammen mit Rapsmargarine, Pfeffer und Salz sowie allen Kräutern, die der Garten hergibt zu einer Kräutermasse verbinden und in die Köpfe geben. Dann alles in Alufolie wickeln und auf den Grill geben. Oder halt den Backofen.

FenchelÄhnlich geht das Fenchelgemüse. Eine Fenchelknolle in dünne Ringe schneiden und auf Alufolie geben. Dazu Scheiben von einer großen Tomate, Rosmarin, Thymian, Salz und Pfeffer geben und alles in Olivenöl baden. Die Alufolie nett verschließen und rein in den Ofen/auf den Grill.

SaitanDas Highlight. Oder der Schwachpunkt. Je nachdem, wie man es sehen will. Marinierter Saitan. Da Saitan ja schon im Sud gekocht ist, hat er nun schon Geschmack angenommen. Also reicht es, in mit Öl und allem, was man an Kräutern so hat in Alufolie ein paar Stunden liegen zu lassen um in dann auf den Grill oder in den Backofen zu geben. Ich will es so sagen, er ist um Längen besser als Tofu. Aber dringend haben muß ich ihn nicht.

TellerUnd so sah das Ganze dann auf dem Teller aus.

Fazit: Für einen Nicht-Veganer war es schon eine ziemliche Arbeit, schlicht, weil das Einkaufen schon ewig dauert und man sich Gedanken macht, wie man was substituiert und keinerlei Ahnung hat, wie sich die Lebensmittel in der Verarbeitung verhalten. Und natürlich will man auch viele verschiedenen Dinge ausprobieren, wenn man schon mal dabei ist. Einige Dinge werden hier im Repertoire landen, andere bleiben ein abgehaktes Experiement für mich. Und wieder andere, wie den Minz-Zitronen-Dip werde ich dahingehend modifizieren, als das ich ihn mit normalem Schmand  machen werde.

Aber satt geworden sind wir alle und geschmeckt hat es zum großen Teil auch.

]]>
/2013/08/das-vegane-essen-das-mal-ein-grillen-werden-wollte/feed/ 2
Grillen anderswo – heute: Spareribs /2013/07/grillen-anderswo-heute-spareribs/ /2013/07/grillen-anderswo-heute-spareribs/#comments Thu, 25 Jul 2013 13:50:58 +0000 /?p=6255 Lesen fortsetzen ]]> SpareRibsDie Stevensons haben mittlerweile Traditionen entwickelt, wenn sie in den USA sind. Eine davon ist, sich bei angeheirateten Verwandten einzuzecken und die besten aller Spareribs zu essen.

Da der Urlaub aber gerade vorbei ist und das nächste Rippchen-Essen weit, habe ich mir gedacht, ich mach das mal selbst. Wobei das mit dem „mal“ sehr realtiv zu sehen ist, gute Spareribs brauchen ihre Zeit. Und einen Smoker.

Man ordere also bei einem sehr bekannten Online-Versand Hickory-Chips, das ist eine extrem harte Holzart, die ein ganz wunderbares Aroma gibt. Bekommt man die nicht, geht aber auch schnöde Buche.

Am Tag vor dem Grillen, nehme man die Schweinerippchen, befreit sie in Fisselarbeit von Fett und der Silberhaut, schneidet sie in Portionen von 2-3 Rippen und reibt sie hingebungsvoll mit einer Würzmischung ein. Ich persönlich nehme diese Mischung hier, man kann aber auch eine andere nehmen. Oder sie gleich selbst machen, aber das war mir zuviel Arbeit dieses Mal. Das Fleisch übernachtet dann im Kühlschrank.

Am nächsten Morgen steht man früh auf und feuert den Smoker an. Im meines Nebengelass meines Grills, gebe ich Buchenkohle und lasse sie durchglühen. Dann gebe ich drei gute Handvoll Hickory-Chips dazu. Die Rippchen kommen auf den Rost daneben, alle Deckel gehen zu. Nach 45 Minuten drehe ich das Grillgut für eine weitere dreiviertel Stunde um. Während des gesamten Räucherns sollte die Temperatur um die 100 Grad liegen. Celsius versteht sich.

SpareRibs1Dann geht es an die Marinade, sie besteht aus:

1 Tasse Ketchup, 2 Eßl braunem Zucker, 1 Limette, 1 Eßl Essig, 1 Eßl Worcester-Sauce, 1 Eßl Senf.

Die erwärmt man auf dem Herd, geht damit raus und fängt an die einzelnen Stücke damit einzupinseln. Dann wickelt man sie liebevoll in Alufolie ein, legt sie zurück auf den Grill und läßt sie dort weitere 3-4 Stunden liegen.

Danach kann man sie entweder noch ein paar Minuten richtig grillen, damit sie kross werden (immer schön mit Marinade bepinseln) oder sie gleich essen. Richtige Experten wickeln die schon in Folie ruhenden Spareribs noch mal in Handtücher und lassen sie in einer isolierten Box 1-2 Stunden ziehen. Aber da muß man schon der echte Crack vor dem Herrn sein.

Wir essen sie meist so aus der Folie wie sie sind. Dazu etwas Grillgemüse, ein paar Nachos und einen Rotwein (wahlweise ein deutsches Bier).

Besser schmecken die Dinger nur noch bei Don.

 

]]>
/2013/07/grillen-anderswo-heute-spareribs/feed/ 3
Seelentröster aus dem Kaffeebecher /2013/07/seelentroster-aus-dem-kaffeebecher/ /2013/07/seelentroster-aus-dem-kaffeebecher/#comments Wed, 17 Jul 2013 18:28:43 +0000 /?p=6237 Lesen fortsetzen ]]> Brownie

Es gibt so Tage, und durchaus nicht nur im November, da ist alles grau. Man möchte der Welt im allgemeinen sehr höflich mitteilen, dass sie sich jetzt mal bitte einen Abend lang alleine weiterdrehen darf und sich danach mit einer Decke und dem Lieblings-Heulfilm auf dem Sofa einigeln. Am liebsten mit irgendeiner schokoladigen Sündhaftigkeit als einziger Gesellschaft. Dumm nur, dass man beim Wocheneinkauf natürlich nicht an akute Comfort-Food-Situationen gedacht hat. Keine Schokolade, kein Eis im Haus, alle Läden zu: kein Grund, um tiefer in den Blues zu sinken. Durch das Netz geistern eine Reihe von Rezepten für Kuchen und ähnliches, die man angeblich in sehr kurzer Zeit unter Zuhilfenahme einer Tasse und einer Mikrowelle herstellen kann.  Der erste Versuch: ein Brownie in der Tasse.

In eine großen Porzellantasse oder einem Kaffeebecher zwei Esslöffel geschmolzene Butter mit zwei Esslöffeln Wasser und einer Prise Salz sowie etwas gemahlener Vanille verrühren. Vier Esslöffel Zucker dazu, gut durchrühren.  Der Zucker soll sich auflösen. Zwei Esslöffel Kakaopulver hinzufügen und ebenfalls verrühren. Zum Schluss kommen gute vier Esslöffel Mehl hinzu und auch gut durchrühren. Zum Rühren eignet sich eine Gabel hier sehr gut.

Dann geht die Tasse für 90 Sekunden bei 700 Watt in die Mikrowelle. Danach mal reinpieken, wem es noch zu flüssig ist, gibt noch etwas Zeit drauf. Die Backzeit ist zwar nur kurz, aber trotzdem kitzeln gegen Ende schon warme Schokodüfte die Nase.

Etwas abkühlen lassen und … das Ergebnis war wirklich überzeugend. Es ist kein echter Brownie, kommt dem aber geschmacklich nahe. Und ist als Instant-Aufheller für trübe Tage eine echte Punktlandung.

]]>
/2013/07/seelentroster-aus-dem-kaffeebecher/feed/ 4
Das Sommer-Lock-Essen – der Juni-Bagel /2013/06/das-sommer-lock-essen-der-juni-bagel/ /2013/06/das-sommer-lock-essen-der-juni-bagel/#comments Sat, 29 Jun 2013 04:55:02 +0000 /?p=6180 Lesen fortsetzen ]]> Vielleicht möchte der echte, wirkliche Sommer erst gelockt werden? Für mich gehört ja dazu, dass man den Tag über nichts Warmes ißt, weil ich bei heißem Wetter nichts runterbekomme.

Daher dachte ich mir, ich eß einfach mal so, wie ich in einem echten Juni essen würde: Leicht, frisch und lecker. Mit dem Bagel habe ich angefangen. Einfach einen beliebigen Bagel auftoasten, viel Frischkäse draufgeben, darauf Salat, dann Tomate (und alles andere, was man an Gemüse so gerade hat – war nur gerade nicht mehr da). Mit Salz und Pfeffer würzen, einmal kurz bewundern und dann reinbeißen. Und hoffen, dass die Sonne schnell genug war, dieses wirklich gesunde Essen auch zu sehen.

Bagel

]]>
/2013/06/das-sommer-lock-essen-der-juni-bagel/feed/ 2
Japanisches Sommeressen – Zaru-Soba /2013/06/japanisches-sommeressen-zaru-soba/ /2013/06/japanisches-sommeressen-zaru-soba/#respond Sat, 08 Jun 2013 18:27:26 +0000 /?p=6098 Lesen fortsetzen ]]> zaru-soba

Jetzt wird es endlich warm, und damit nähert sich wieder das typische Hochsommer-Küchen-Problem. Ich weiß dann nie, was ich kochen soll, denn wer will schon was Warmes bei Hitze? Da hohe Temperaturen, gerne gepaart mit hoher Luftfeuchtigkeit im sommerlichen Japan nicht selten sind, verwundert es nicht, dass die dortige Küche darauf mehr Antworten kennt als unsere. Zaru-Soba zum Beispiel. Das sind kalte, im Idealfall mit Eis abgeschreckte Buchweizennudeln (Soba), die in einem Körbchen (Zaru) serviert werden. Dazu wird eine süß-pikante Soße gereicht, natürlich ebenfalls kalt, durch die man seine Nudeln happenweise zieht, bevor man sie sich einverleibt. Wichtig ist eine ordentliche Portion geriebener frischer Rettich in der Soße.

Für die Soße haben wir etwa einen Viertelliter Dashi-Brühe mit 3 Esslöffeln Sojasauce und zwei Esslöffeln Mirin aufgekocht. Um das Abkühlen zu beschleunigen, habe ich die Soßenschüssel in ein kaltes Wasserbad gehängt. Sobald die Temperatur weit genug runter ist, ab in den Kühlschrank, und mindestens eine Stunde durchkühlen lassen.

Sobanudeln kochen und ausgiebig mit kaltem Wasser spülen, bis auch die kalt sind. Zu jeder Portion Soße gehören dann etwa drei gehäufte Esslöffel geriebener Rettich. Oder mehr. Oder gar keiner, wie im fall meiner Tochter. Dazu Frühlingszwiebel nach Belieben.

Nudeln durchziehen, aufschlürfen, lecker.

]]>
/2013/06/japanisches-sommeressen-zaru-soba/feed/ 0
Cinnamon Rolls /2013/05/cinnamon-rolls/ /2013/05/cinnamon-rolls/#comments Mon, 06 May 2013 08:13:03 +0000 /?p=6010 Lesen fortsetzen ]]> Cinnamon RollsAm Wochenende waren wir bei Frau Eventsofa und Herrn Codemonkeyism zum Frühstücken eingeladen und ich hatte mir in den Kopf gesetzt, Cinnamon Rolls beizusteuern. Die kenne und liebe ich, seitdem mein Mann mir als Reisemitbringsel mal ein amerikanisches Kochbuch verehrt hat. Man könnte auch Zimtschnecken dazu sagen, aber ich finde, dann stellt man sich so eine flache Scheibe vor, womöglich trocken oder aus Blätterteig. Und das hat mit der saftigen, fluffigen amerikanischen Variante nicht viel zu tun.

Als regelmäßiger Frühstücksbestandteil eignen sie sich nicht wirklich, weil sie zum einen ziemlich gehaltvoll sind und zum anderen recht aufwändig. Denn auch wenn sie eigentlich gar nicht soviel Arbeit machen, brauchen sie reichlich Zeit, weil sie zweimal gehen müssen.

Für den Teig braucht man ein Päckchen Trockenhefe, eine halbe Tasse warmes Wasser, eine halbe Tasse warme Milch, etwa 4 Esslöffel geschmolzene Butter, einen Teelöffel Salz,  ein Ei und etwa 500 Gramm Mehl (oder etwas weniger).

Die Trockenhefe mit warmem Wasser auflösen. In einer anderen Schüssel die Milch mit dem Zucker, der geschmolzenen Butter, dem Salz und dem Ei verrühren. Aufpassen, dass die Butter nicht zu heiß ist, sonst gerinnt das Ei. Ungefähr die Hälfte des Mehls hinzufügen und rühren, bis es glatt ist. Die aufgelöste Hefe hinzufügen. Dann soviel vom restlichen Mehl reinarbeiten, wie möglich. Auf einer bemehlten Fläche gute fünf Minuten kneten. Dann in  einer gefettenen Schüssel eine gute Stunde gehen lassen.

Anschließend kurz noch mal durchkneten und auf etwa 40 mal 20 cm ausrollen. Für die Füllung braucht man noch mal etwa vier Esslöffel geschmolzene Butter und etwa die gleiche Menge Zimtzucker. Erst den Teig mit Butter einpinseln, dann den Zucker darüber, danach von der Längsseite aufrollen. Die Rolle in 12 Stücke schneiden und in eine Form legen, die vorher ebenfalls mit Butter eingepinselt und mit Zimtzucker ausgestreut wurde. Dann abdecken und noch einmal eine gute halbe Stunde gehen lassen.

Bei 190 Grad etwa 25 Minuten backen. In der Zwischenzeit mit Vanille, einer halben Tasse Puderzucker und, na klar, wieder etwas geschmolzener Butter, einen Guss herstellen, mit soviel heißem Wasser glatt rühren, wie einem günstig erscheint. Bei mir ist es ein wenig zu dünn geraten. Nach dem Backen ein paar Minuten abkühlen lassen, bevor man den Guss aufträgt.

Das Ganze hat dann natürlich länger gedauert, als geplant, und deshalb kamen wir mit wirklich knurrendem Magen und schlechtem Gewissen bei unseren Gastgebern an. Aber die Krönung der Aktion war es, mit den warmen, duftenden Rolls in die S-Bahn zu steigen und die hungrigen Gesichter der Mitreisenden zu beobachten.

Cinnamon Rolls (1)

Offenbar werden wir gerade zum Koch-Blog. Das war zwar nie so vorgesehen, aber wir nehmen es jetzt mal, wie es derzeit kommt. Hoffentlich gilt auch hier das Mütter-Mantra: „Es ist nur eine Phase, es ist nur eine Phase!“

 

]]>
/2013/05/cinnamon-rolls/feed/ 12