Technik – Wie sieht's denn hier aus? / Eigensinnig unperfekt zwischen Stadt und Land. Fri, 17 May 2013 19:24:09 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.1 Einmal aufladen, bitte! /2013/05/einmal-aufladen-bitte/ /2013/05/einmal-aufladen-bitte/#respond Fri, 17 May 2013 19:24:09 +0000 /?p=6066 Lesen fortsetzen ]]> Neue Technik ist eine feine Sache, vor allem diese ganzen tollen mobilen Geräte. Das neuerlich gekaufte iPad war dem Kind fast nicht mehr aus der Hand zu reissen. Allerdings haben sie alle eine Macke, sie müssen regelmäßig aufgeladen werden. Das war bisher auch nur ein kleineres übel, denn kleine Telefone lassen sich fast überall mal schnell ans Kabel hängen. Meistens lag mein iPhone als Wecker neben dem Bett und sonst war in einem Teil des Bücherschranks ein Eckchen frei.

Das hat sich aber mit dem iPad schlagartig geändert. Die unglücklichen Laute von Simone aus der Küche am Morgen waren ein sicheres Zeichen, dass sich etwas ändern muss. Aus Platzmangel hatte ich das gute neue Gerät neben der Microwelle in der Küchenzeile zum Laden niedergelegt. Keine wirklich gute Idee, denn da lag es dann doch im Weg und zu nah an der Spüle. (Anm. d. Red.: Fast auf dem Toaster!)

Es musste also eine Lösung her, am besten für alle Geräte. Sinnvollerweise sollte auch die Sucherei aufhören, wenn wieder mal jemand ein Gerät sonstwo abgelegt hatte. Es gibt im Netz viele schöne Gadgets (siehe hier und hier), aber entweder sind diese viel zu klein und das iPad würde wieder danebenliegen oder die Preise sind einfach völlig unrealistisch. Es gibt auch noch technische Aspekte, wie den Ladestrom, den die jeweilige Station liefern kann. Sonst kann es leicht passieren, dass am Ende nur ein Gerät lädt und das andere am Morgen immer noch leer ist.

Am Ende lag die Lösung einfach auf der Hand: Ein paar Papierklammern (Foldback Clips). Die großen Varianten passen locker an eine Tischkante und das Kabel lässt sich durch die Griffe führen. Damit kleine Stecker nicht durchrutschen kann, kommt einfach noch eine kleine Klemme mit ans Kabel. So verschwinden die Kabel hinter den kleinen Schrank, ohne herunterzufallen, und sind doch immer griffbereit.

Ladestation2 4 Ladestation2 1

Damit die guten Stücke nicht zerkratzen, gab es dann noch eine Wollfilzunterlage, die aber eventuell noch einmal vergrößert werden könnte. Praktischer Vorteil der aktuellen Lösung: Sie ist erweiterbar und vor allem zukunftssicher, denn die meisten kommerziellen Ladestationen haben logischerweise nur aktuelle Steckverbindungen. Clevererweise haben manche zwar einfach USB-Anschlüsse, aber es gibt ja immer mal wieder Hersteller, die nicht jedes Ladeteil an Ihr Gerät lassen.

Alles in allem sind wir damit jetzt schon sehr zufrieden und vor allem hat jetzt alles seinen Platz.

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Am Ende Licht … /2012/12/am-ende-licht/ /2012/12/am-ende-licht/#comments Fri, 21 Dec 2012 21:16:42 +0000 /?p=5246 Lesen fortsetzen ]]> Wir ziehen um. Nicht zuhause, aber unser Bürogebäude muß bis zum Ende des Jahres geräumt werden. Ganz zufällig sind wir die letzte Gruppe im Gebäude und so hat es sich ergeben, daß die diesjährige Weihnachtsfeier noch im alten Gebäude stattfindet. Über die letzten Tage und Wochen hatte es schon bizarre Züge angenommen dort zum Arbeiten zu gehen, denn in den unteren Etagen stapelten sich Müll und zu entsorgende Restbestände aus 30 Jahre alten Büros.

So fanden sich auch einige interessante Dinge, wie ein zu entsorgendes Magazin der Bibliothek mit Ausgaben des „Spiegel“ von 1964 bis 1991 und einigen sehr interessanten Printwerken der Studentenschaft.

Und vor wenigen Tagen begann es dann immer mehr so auszusehen:

19.12.12 - 1 19.12.12 - 2

Kein  wirklich schöner Anblick für eine Weihnachtsfeier. Aber für solche Fälle haben wir unseren System Adminstrator, welcher nebenher auch noch Lichtgestalter, Elektrobastler und Sammler von skurrilen Elektrogeräten ist. Aus dem vielen Sperrmüll in den Räumen hat er alte Projektoren gerettet und auch so manches Dia um uns dann mit ein wenig Licht den Raum umzugestalten.

So haben die ganzen mitgebrachten Speisen und das leckere Spanferkel dann auch in dieser Umgebung gemundet.

Frohe Weihnachten!

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Our Server is Down!* /2012/08/our-server-is-down/ /2012/08/our-server-is-down/#comments Fri, 17 Aug 2012 19:21:23 +0000 /?p=4654 Lesen fortsetzen ]]> Es ist passiert. Das unfassbare. Die zentrale Backup und Speichereinheit hat einfach aufgehört zu funktionieren. Das Gerät ist ein sogenanntes NAS. Englisch für Network-Attached-Storage: Eine Platte am Netzwerk also. Vier Terabyte, da passt so einiges drauf.

Es roch etwas brenzlich und es fehlte plötzlich das beruhigende Lüfterrauschen, das immer aus der Zimmerecke kam. Dabei war sonst alles auf den Ausfall der verschiedensten Teile vorbereitet. Damit uns der Strom keinen Strich durch die Rechnung macht, ist der Netzwerkspeicher mit einer Unterbrechungsfreien Stromversorgung abgesichert. Kleine Stromspitzen oder ein Ausfall von bis zu 30 Minuten: kein Problem. Zudem liegt immer eine extra Festplatte bereit, falls eine der vier im Gerät verbauten mal den Geist aufgeben sollte. Das hat auch schon zweimal gut geklappt. Immerhin hat es uns unter schwierigsten Bedingungen bei hoher Luftfeuchtigkeit und Hitze in Korea, aber dann auch hier immer beste Dienste geleistet.

Tja, und dann geht einfach das Netzteil, die interne Stromversorgung, kaputt. Das war nicht vorgesehen. Da darf man schon mal kurz erschrecken. Und dann kam noch die eine Frage aus dem Nebenzimmer: „Da sind doch unsere ganzen Bilder drauf?“ – Nochmal Herzkasper. Aber dann kam doch die Erinnerung, es gab ein automatisches Backup der Bilder in die Weiten des Internet. Schnell noch mal auf dem Server verifiziert und der Blutdruck ging wieder runter.

Als erstes habe ich das Gerät dann mal aufgeschraubt, was ziemlich einfach ging. Der Inhalt hat mich dann schon ein bisschen erschreckt. Von derartiger Verschmutzung hatte ich bisher nur in der Rubrik: Adminstratorenhorror (Achtung: Englisch) gelesen. Aber das war in gewisser Weise auch kein Wunder, denn laut Herstellerangaben, hatte ich den Lüfter im Gerät umgedreht, so das er die Luft in das Gerät gesaugt hat und nicht heraus, weil dadurch die Kühlung verbessert wurde.

Jetzt war die Frage: Was machen wir damit? Ein Blick auf Amazon zeigte schnell, daß ein neues Netzteil ca. 230 € kostet. Immer noch günstiger als ein neues Gerät (ohne Festplatten) für ca. 700 €. Einer Eingebung folgend, habe ich mich dann aber doch mal im Fachforum des Herstellers herumgetrieben und einen Hinweis auf einen möglichen Austausch durch denselben gefunden. Wirklich dran geglaubt habe ich nicht, ehrlich gesagt, denn nach fünf Jahren ist üblicherweise jegliche Garantie vorbei.

Immerhin kannte das Onlinehilfesystem noch mich und mein Gerät, obwohl ich da sicher auch schon ein paar Jahre nicht mehr hineingeschaut habe. Kurze Nachricht an den Support: „Hallo, mein Netzteil ist mit einem brenzligen Geruch ausgefallen. Den Lüfter hatte ich damals angepasst. Was soll ich tun?“ Und siehe da, kurz darauf kam sogar eine Nachricht zurück: „Hallo lieber Kunde, wenn Du uns deine Adresse sagst, schicken wir dir ein neues. Dein Support.“ Unfaßbar, die haben nicht mal mit der Wimper gezuckt! Also hab ich alles schön hingeschickt und zack hatte ich eine UPS Verfolgungsnummer um dann zuzuschauen, wie mein neues Netzteil aus Belgien nach Berlin kam. Ich muß es nochmal laut sagen:

„Danke NETGEAR, das war der beste Support, den ich bisher erlebt habe!“

Es war auch schnell eingebaut und jetzt flutscht alles wieder wie immer. Gelernt habe ich dabei auch noch etwas. Immer mal wieder die Geräte säubern (auch innen) und es sollte ein Plan existieren, wie die Daten gerettet werden können. Auf keinen Fall sollte man sich darauf verlassen, daß das NAS ewig funktioniert.

Einen kleinen Haken hatte die Sache aber dann doch. Der Support hat dabei nicht an mich gedacht.  Frau Jugel wird das sicher nicht gern hören (also nicht weitersagen): Aber wie bitte soll ich für den Kauf eines neuen NAS mit sechs Platten argumentieren, wenn das alte so einfach repariert wird?

* „Our Server is Down!“ ist übrigens ein hervorragender Comic für Eltern. Sehr empfehlenswert.

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Autofasten – Tag der Abrechnung /2012/04/autofasten-tag-der-abrechnung/ /2012/04/autofasten-tag-der-abrechnung/#comments Mon, 16 Apr 2012 15:00:26 +0000 /?p=3890 Lesen fortsetzen ]]> Ostern ist auch dieses Jahr wieder Geschichte, die Fastenzeit vorbei, und haben wir durchgehalten und wieviel genau haben wir gespart?

Ich behaupte mal, wir haben durchgehalten. Unser Auto haben wir in den sieben Wochen genau einmal gefahren, quasi als Funktionstest. Und für den Weg zu Stevensons auf’s Land haben wir uns das Auto meiner Schwiegereltern geliehen. Ansonsten waren alle drei tapfer mit Öffis, Fahrrädern, Rollern und zu Fuß unterwegs, obwohl die S-Bahn sich alle Mühe gegeben hat, und extra,  um uns auf die Probe zu stellen, einfach mal den halben Ring gesperrt hat. Ha, denen haben wir es gezeigt!

Jetzt ist der Wagen tatsächlich in der Werkstatt, wohin er sich auch erst mit nachbarschaftlicher Starthilfe bewegen lies. Wir fahren derweil weiter mit dem Bus. Um jetzt das Ersparte auszurechenen, hab ich unsere Abrechnung von Oktober/November 2011 herangezogen, weil die gerade greifbar waren und von der Fahrleistung her auch vergleichbar. Also keine Urlaubsreisen, keine Dienstfahren und alle Mann auch anwesend. Wenn man also den damaligen Verbauch und die damaligen Spritpreise zugrundlegt, haben wir in zwei Monaten ohne Auto 188,- € gespart. Die Kosten für die Monatstickets meines Mannes sind da schon gegengerechnet (das Weibsvolk hat sowieso welche). Die abenteuerliche Spritpreisentwicklung der letzten Monate konnte ich jetzt nicht einrechnen, aber es lohnt sich auch so.

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Ein Lob auf die LED-Lampe (mit Zahlen und Retro-Futurismus) /2011/08/ein-lob-auf-die-led-lampe-mit-zahlen-und-retro-futurismus/ /2011/08/ein-lob-auf-die-led-lampe-mit-zahlen-und-retro-futurismus/#comments Tue, 16 Aug 2011 10:00:58 +0000 /?p=2043 Lesen fortsetzen ]]> Ich möchte diesen Eintrag mit einem Geständnis beginnen: Ich hasse Energiesparlampen. Das Wortungetüm „Kompaktleuchtstofflampe“ sagt schon alles, was man über eine Lampe wissen muss, die teuer ist, Quecksilber enthält, erst nach Minuten hell wird (falls überhaupt) und aussieht wie eine verworfene Requisite aus dem Film Brazil. Zumindest gefühlt und zumindest in unserem Haus gehen sie genauso häufig kaputt wie „echte“ Glühbirnen, nur dass sie dann zum Fall für den Sondermüll werden.

So habe ich mir das 21. Jahrhundert nicht vorgestellt.

Aber — und das ist nun wirklich ein Vorteil — sie verbrauchen weniger Strom. Und da Strom nicht nur gefühlt ständig teurer wird, sondern auch ganz objektiv, und weil der Preis wohl nur noch weiter steigern wird, ist das ein sehr gutes Argument. Die alten Glühbirnen müssen weg.

Weswegen ich mich inzwischen in LED-Lampen verliebt habe.

Denn LEDs verbrauchen noch weniger Strom — zum Teil weniger als zehn Watt — gehen sofort an, enthalten kein Quecksilber, müssen nicht in den Sondermüll und sehen definitiv besser aus. Sie sollen auch länger halten als alle anderen Lampen, aber sicher weiß das keiner, weil noch niemand sie schon 25 Jahre im Einsatz hatte. Wie alle Halbleiter mögen sie große Wärme nicht. Während ich das kalte, weiße Licht der (relativ gesehen) alten LEDs mag — dann ist ein Blau auch wirklich ein Blau — sollten normal veranlagte Menschen gucken, dass sie eine warm-white-Variante holen. Einige Modelle sind dimmbar.

Bislang führten LED-Lampen ein Nischendasein. In einer längeren (und sehr lesenswerten) Zusammenfassung der New York Times über den Stand der Glühbirnen-Technologie werden sie mit der trophy wife verglichen, der jungen Zweit-Ehefrau zum Angeben:

really expensive, nice to look at, not much of a track record

Es ist der erste Punkt, der Preis, der die Leute abschreckt. Tatsächlich stockt erstmal der Atem, wenn man in einem Katalog wie den von Conrad die Preise sieht: Da stehen Summen von mehr als 30 Euro für eine (in Zahlen: 1) Glühbirne. Wenn es wirklich strahlend hell werden soll, wird es noch teurer. Nicht umsonst fordert die New York Times ihre Leser an dieser Stelle auf: Breathe — bitte weiteratmen.

Die erste Frage ist daher, ob sich eine LED rechnet. Nicht immer, muss selbst ich zugeben. Aber Dank der fallenden Stück- und steigenden Strompreise immer öfter.

Ein konkretes Beispiel aus eigener Erfahrung. Die Eingangstreppe zu unserem Haus ist Nachts nicht nur dunkel, sondern stockfinster. Das ist doof, wenn man das Schlüsselloch finden will, gefährlich, wenn man eine schwarze Katze hat und schlicht lebensbedrohlich, wenn zwei kleine Kinder überall Dinge stehen- und liegenlassen. Deswegen hängt dort eine Lampe, die besonders im Winter Stunde um Stunde an ist (Lösungen mit Bewegungssensoren haben sich nicht bewährt, schon allen wegen der örtlichen Katzendichte). Vor drei Jahren kam mir die Idee, dass dort vielleicht eine LED-Lampe hängen könnte.

Dabei reichte, so meine Überlegung, eine No-Name-Birne mit 38 Einzeldioden, die 1,8 Watt verbraucht. Sie ist damit nicht wirklich hell, aber für den Zweck hell genug. Und nochmal: 1,8 Watt Verbrauch.

Heute kostet dieses „Leuchtmittel“ etwa zehn Euro, aber damals 25 Euro, was gut zeigt, wie (relativ gesehen) billig LEDs geworden sind. Damals aber brauchte man einen blauen und einen grauen Schein. Wie erklärt man so etwas der Ehefrau? Mit knallharten Zahlen natürlich, denn die hat BWL studiert.

Und ab hier wird es kurz mal technisch.

[Zusammenfassung der nächsten Absätze für Leute, die in der Schule mit Mathe auf Kriegsfuß standen: Die hohen Anschaffungskosten können je nach Anwendung wegen der niedrigen Betriebskosten schnell ausgeglichen werden. Das ist alles.]

Wir können die anfallenden Kosten pro Stunde Betriebsdauer mit einer Gradengleichung beschreiben. Was man in der Schule in einer Form wie „y = a*x+b“ gelernt hat, lautet hier so:

[Gesamtkosten] = [Kosten je Stunde]*[Betriebsstunden]+[Kaufpreis]

Für den Faktor „Kosten je Stunde“ braucht man den Strompreis in Euro je Kilowattstunde (kWh) und den Verbrauch in Watt. Blödes Beispiel: Bei einem Strompreis von 0,22 €/kWh und einer klassischen Glühbirne mit 100 W haben wir

0,1 kWh * 0,22 Euro/kWh = 0,022 Euro

Lassen wir eine 100-Watt-Birne 24 Stunden brennen, kostet uns das am Tag also 0,53 Euro. Das klingt nicht viel, bis man sich klar macht, dass wir damit pro Jahr für eine einzige Birne 192,72 Euro an Stromkosten zahlen würden. Dafür kriegt man viele, viele Gummibärchen.

Wenn man nun zwei Birnen vergleichen will, um die Ehefrau zu überzeugen, muss man zwei Gradengleichungen aufstellen und dann ihren Schnittpunkt suchen — ab da lohnt sich die LED-Lampe. Das kann man mathematisch machen, oder auf einem Stück Papier mit Bleistift und Lineal, oder bestimmt auch mit dem Computer. Dann muss man sich überlegen, wie viele Stunden das Ding am Tag angeschaltet ist. Damit kann man sagen: Nach X Tagen lohnt sich diese Lampe, auch wenn sie erstmal teuer ist. Liebling.

Bei uns lohnte es sich selbst für den schlimmsten Fall nach zwei Jahren. Die Ehefrau war überzeugt, wir haben die LED gekauft und über der Tür eingesetzt, wo sie seitdem von oben die Stufen, das Schlüsselloch, eine wundersame Menge Spielzeug und oft genug auch eine Katze bestrahlt. Ja, für das Leben haben wir gelernt, nicht für die
Schule.

Persönlich halte ich ein anderes Problem für wichtiger: Das Licht einer LED-Lampe ist erstmal gerichtet, statt sich wie bei einer klassischen Glühbirne (oder einer Energiesparlampe) überall hin zu verteilen. Als Spots sind LEDs wunderbar, weswegen sie jetzt Stück für Stück auch in die Lichtleisten unseres Hauses wandern. Als
Ersatz für die Lampe über dem Esstisch im Moment noch weniger.

An dem Problem wird gearbeitet. Einige Lösungen sind zum Teil noch ziemlich futuristisch, oder zumindest retro-futuristisch —

— aber sie funktionieren. In diesen Wochen hat Philips mit einem Ersatz für 75-Watt-Birnen einige Aufmerksamkeit erregt, der zwar auch gut auf die Brücke der Nostromo passen würde, aber immerhin nur 17 Watt verbraucht. Preis in den USA: 40 Dollar (ohne MWSt). Der Preis des 60-Watt-Modells in Deutschland: 55 Euro. Gut, hier werde selbst ich wohl noch warten … denn die Konkurrenz schläft nicht, auch wenn sie den Enterprise-Look bevorzugt.

Um das alles zusammenzufassen: LED-Lampen können sich eignen, wenn sie ständig im Einsatz sind, das Licht gerichtet ist und die Umgebung nicht heiß wird. Und wenn man etwas haben will, dass wirklich aussieht wie das 21. Jahrhundert.

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Stolperfallen /2011/03/stolperfallen/ /2011/03/stolperfallen/#comments Mon, 21 Mar 2011 23:01:13 +0000 /?p=88 Lesen fortsetzen ]]> Gemäß dem Motto dieses Blogs schauen wir uns mal etwas an, was jeder hat: Kabel.

Ich heisse Leo Jugel, gehöre zu Simone Jugel und als Informatiker kümmere ich mich um die Heimelektronik, wenn ich nicht mal wieder einen Backanfall habe.

Sie sind überall um uns herum und transportieren Strom, Daten, Rundfunkprogramme, Telefongespräche, Audio und Video. Manche sind versteckt in der Wand und präsentieren sich nur durch Steckdosen, andere liegen hinter Regalen und Schränken, unter dem Boden oder auch einfach nur mitten im Raum. Keiner mag sie so richtig, aber abhängig sind wir von Ihnen und dem was durch sie durch geht.

Die Schnittstelle zum Internet

Noch vor 15 Jahren lagen bei uns noch viel mehr Kabel in der Wohnung herum. Hauptgrund waren die kabelgebundenen Telefone und der Verteiler für das Modem, welches damals teuer und modern war. Zum Glück sind diese Kabel inzwischen verschwunden und durch ganz kurze Varianten von der Dose bis zur Basisstation abgelöst worden. Das Modem hat sich gewandelt und ist nur noch manchmal vom drahtlosen Heimnetzwerkrouter zu unterscheiden. Wir haben noch zwei (Bild links: Fritzbox und Kabelmodem), eigentlich drei, dieser Geräte, die alle ihre eigenen Kabel haben wollen. Der Fernsehanbieter hat sich zum Internetanbieter gemausert und so wird, ähnlich wie beim bekannten DSL, das Datensignal vom Rundfunksignal getrennt.

Leider führt das auch dazu, dass aus der Dose in der Wand, hinter dem Kabel/DSL Modem zwei Kabel gemacht werden und so geht das dann auch weiter. Das Datenkabel geht in den Router, der als zentrale Schnittstelle alles was rein- und rausgeht überwacht und den ungestörten Internetkonsum gewährleistet. Vom Router gehen dann weitere Kabel an den stationären Computer und andere Geräte, wie Drucker und Netzwerkfestplatten. Zum Glück hat nicht jeder so viel Technik, aber hier artet das schnell in Kabelsalat aus, wie man nachstehend schon hinter dem Switch (das silberne Ding mit den blauen Lämpchen) erkennen kann.

Diese übrig gebliebenen Hotspots sind dann auch immer wieder mal für eine Aufräumaktion fällig bei der die Kabel alle einmal rausgezogen werden. Nach ordentlichem Sortieren, Einstecken und der obligatorischen Prüfung auf Funktion kommen dann ein paar Kabelbinder zum Einsatz um sie wenigstens ein wenig unter Kontrolle zu bringen. Hinter dem Switch ist jedenfalls mal wieder Zeit zum Aufräumen.

Inzwischen sind die Computer nur noch drahtlos unterwegs, wenn wir vom gelegentlichen Aufladen der Akkus mal absehen. Die dafür notwendigen Ladekabel sind an strategischen Stellen in der Wohnung verteilt: am Schreibtisch, dem bequemen Sessel, der Couch und in der Küche. Es war auch mal eins im Schlafzimmer, aber das wurde anderweitig gebraucht. Leider sind nicht an allen diesen Stellen Steckdosen günstig an der Wand, so dass dann doch wieder Verteiler dazwischengeschaltet wurden.

Die Laptopladekabel und die unsäglichen kleinen Kabel für diverse kleinere Mobilgeräte wie Handys sind denn nun auch die einzigen wirklich sichtbaren Kabel in unserer Wohnung, welche leider nicht durch Kabelschächte glänzt. Alles andere ist hinter Schränken verschwunden oder durch drahtlose Technik ersetzt worden. Wichtig beim Ver- und Umlegen der Kabel ist, dass keine Schlaufen gelegt werden. Wenn das Kabel zu lang ist, ist etwas falsch und wir bauen uns eine Antenne durch das Aufwickeln. Bei geschirmten Kabeln, wie Antennen- und Ethernetkabeln, weniger als bei Stromkabeln. Also, immer schön kurz halten.

Kreatives Kabelverlegen

Guter Versuch

Leider lässt sich das nicht in jeder Wohnung durchhalten und diese schönen Beispiele habe ich bei einem Kollegen gefunden, was mich auf den Titel gebracht hat. Er hat wirklich sein Bestes versucht, die Kabel wenigstens nicht ganz in Stolperfallen zu verwandeln. Das eine schwarze Kabel scheint ein verwaistes Telefonkabel zu sein, das irgendwo anfängt aber wo ist das Ende? Und wer auf das rechte Bild klickt sieht das Verderben schon kommen …

Ein weiterer cleverer Kollege wollte es natürlich besser machen und hat Bodentanks verlegt. Das sind im Fußboden versenkte kleine Schachteln in denen Steckdosen für Strom und Ethernet eingebaut sind. Allerdings liegen auch dort noch Kabel an Stellen wo keiner sie haben möchte. Denn die Tanks, genau wie die gemeine Steckdose, sind nie dort eingebaut, wo wir sie am dringendsten brauchen. Aber die Kabel sind nun mal da und wir müssen damit umgehen.

Und das schauen wir uns beim nächsten mal an. Eine Einführung in den vernetzten Haushalt, mit Tipps für Sicherheit und Surfvergügen und das Thema Backup. Und dann schauen wir uns noch die wundervolle Welt des hochauflösenden Fernsehens an mit all seinen Steckern, Kabeln und Geräten. Abstecher in die wundervolle Welt des Internet mit seinen Ratgebern und Foren inklusive.

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