Wohnen – Wie sieht's denn hier aus? / Eigensinnig unperfekt zwischen Stadt und Land. Wed, 08 Jan 2014 16:53:37 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.1 Die Januar-Kur Teil 1 /2014/01/die-januar-kur-teil-1/ /2014/01/die-januar-kur-teil-1/#respond Wed, 08 Jan 2014 16:53:37 +0000 /?p=6615 Lesen fortsetzen ]]> Auf der heiß geliebten Seite Apartment Therapy wird gerade etwas veranstaltet, was sich die „January Cure“ nennt. Das ist sozusagen eine Frühjahrskur für die Wohnung beziehungsweise das Haus und besteht aus täglichen Aufgaben, die in ihrer Gesamtheit dann das innere Gleichgewicht der Behausung wieder herstellen sollen. Oder so. Klar hab ich mich angemeldet. Ich will ja, dass es meinem Zuhause gut geht.

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Also habe ich seit letztem Donnerstag zunächst eine Liste mit allen Brennpunkten der Wohnung erstellt, und diejenigen identifiziert, die im Laufe dieses Jahres angegangen werden sollen (Jahr? Ich dachte, es ginge um den Januar? Warten wir es ab.) Die Wochenendaufgabe bestand darin, die Böden zu wienern und Blumen zu kaufen. Ein Klacks, jedenfalls die Blumen. Zu Beginn der neuen Woche wurde es dann meditativ. Eine neue Perspektive zu den Räumen oder zumindest einem Raum sollte geschaffen werden (ich habe mich mal auf den beschränkt, der mir bis jetzt am wenigsten gefällt: unser Schlafzimmer). Am Dienstag habe ich eine Outbox aufgestellt, in der ab jetzt alles zwischengelagert wird, bei dem man sich beim Aussortieren noch nicht ganz sicher ist. Diese Dinge bekommen darin eine Woche Aufschub, dann wird entschieden.

Heute nun geht es an das Monatsprojekt. Es gilt, aus der Liste der Projekte eins auszuwählen, dass im Laufe des Monats bewältigt werden kann. Es sollte nicht mehr als ein paar Stunden in Anspruch nehmen. Außerdem sollte es einen merklichen Vorher-Nachher-Effekt geben. Zu guter Letzt soll man stolz genug darauf sein, um es mit der gesamten Apartment-Therapy-Community zu teilen. Und die ist groß.

Ich habe mir vorgenommen, den Flur umzudekorieren. Dort hängt bisher etwas deplaziert der Setzkasten und daneben zusammenhanglos zwei kleine Bilder. Der Setzkasten, der eigentlich leer bleiben sollte, ist voll mit dem Klüngelkram vom Kind. Da liegt es nahe, dass er vollends ins Kinderzimmer umzieht. Die kleinen Bilder ziehen … naja, irgendwo anders hin. Und an die freigewordene Fläche kommt ein großer Wechselrahmen mit den Kinderkunstwerken. Diese zieren bis jetzt den Kühlschrank und sind schon etwas mitgenommen. Besonders mein Lieblingsbild mit dem Drachen muss dringend hinter Glas. Auf die Wirkung bin ich gespannt. Ich weiss schon gar nicht mehr, wie mein Kühlschrank „nackt“ aussieht.

Mal sehen, wohin mich diese „Kur“ führt. Ob sich wirklich ein dramatischer Effekt einstellt, wie die Teilnehmer aus dem Vorjahr versichern? Und was passiert mit den Projekten, die nicht in diesem Monat angegangen werden? Vorerst bin ich jedenfalls sehr froh, dass meine Wohnung in diesem Jahr die Neujahrs-Verjüngungskur macht. Dann muss ich es nämlich nicht tun.

Ein frohes neues Jahr!

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Neue Fliesen für Frau Stevenson – Teil 2: Die Lesegallerie im Gäste-WC /2013/08/neue-fliesen-fur-frau-stevenson-teil-2-die-lesegallerie-im-gaste-wc/ /2013/08/neue-fliesen-fur-frau-stevenson-teil-2-die-lesegallerie-im-gaste-wc/#comments Wed, 07 Aug 2013 11:58:53 +0000 /?p=6290 Lesen fortsetzen ]]> Nicht nur die Fliesen auf dem Fußboden im Erdgeschoss mussten bei der Familie Stevenson jetzt daran glauben. Die Erbauer des Hauses hatten an den Wänden im Gäste-WC rundherum einen Fliesenspiegel fast bis Nasenhöhe hochgezogen, warum auch immer. Während wir das für die Wand mit dem Waschbecken noch einsehen — wenn auch nicht ganz so hoch — haben wird die Fliesen auf der gegenüberliegenden Seite, die hinter der Tür, auch herunterhauen lassen.

Was für ein Schatz: Eine leere Wand!

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Ausgangslage: Leere Wand im Gäste-WC, frisch verputzt. Die Tür ist ausgehangen. Oben ist noch die alte Wandfarbe zu sehen. Die Stirnseite zeigt die neuen Fliesen.

Leere Wände sind in unserem Haus ein kostbares Gut, denn sie werden sofort von Bücherregalen, Bildern, Bücherregalen, Spiegeln oder, nun, Bücherregalen besetzt. In diesem Fall ist der Platz beim besten Willen für Bücher zu knapp. Trotzdem, das Thema Lesen bleibt, denn was tut man sonst auf dem WC?

Daher sind wir auf folgende Idee gekommen:

Die Wand ist gerade groß genug für neun Rahmen, die DIN-A4-Blätter fassen, angeordnet in drei Reihen und drei Spalten. Jedes Familienmitglied sucht sich je eine Seite aus zwei Büchern aus. Diese werden fotokopiert und in die Rahmen gesteckt, ohne weitere Erklärung oder Beschriftung. Jedes halbe Jahr oder so kann man die Auswahl ändern.

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Tapezierte und gestrichene Wand mit neun gedübelten Schrauben für die Rahmen. Erster Test mit einer schnellen Kopie aus Fight Club von Chuck Palahniuk — aber darüber dürfen wir nicht sprechen.

(Wer aufgepasst hat, wird jetzt stutzen: Vier Leute im Haus und je zwei Rahmen macht acht, nicht neun. Den letzten Rahmen haben wir für die Katze reserviert mit einer Seite aus Ich bin hier bloß die Katze von Hanna Johansen.)

Kind Nummer Eins und Zwei waren erstaunlich begeistert von der Idee. Insgesamt kam für die erste Runde folgende Auswahl zusammen, aufgelistet von links nach rechts und von oben nach unten. Der geneigte Leser mag selbst raten, was von wem stammt.

Neal Stephenson – Cryptonomicon

Diana Gabaldon – Outlander

Connie Willis – Doomsday Book

Nora Roberts – Valley of Silence

Dugald Steer – The Complete Book of Dragons

Joss Whedon – „The Origin“, Buffy Omnibus 1

Hanna Johansen – Ich bin hier bloß die Katze

Soman Chainani – The School of Good and Evil

Jutta Richter – Ich bin hier bloß der Hund

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Fertige Gallerie, Tür ist für das Foto ausgehangen. Der große Leuchter trägt zum bewusst überdrehten Ambiente bei. Die passenden Gardinen fehlen noch — der Klopapierhalter übrigens auch

Das größte Problem bei der ganzen Aktion waren am Ende die Kopien: Es dauerte erstaunlich lange, um ein Gerät und eine Einstellung zu finden, die ein brauchbares Ergebnis ergaben. Möglicherweise wäre es geschickter, die Seiten einzuscannen, zu bearbeiten und dann auszudrucken.

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Neue Fliesen für Frau Stevenson – Teil 1: Die Ausgangslage /2013/07/neue-fliesen-fur-frau-stevenson-teil-1-die-ausgangslage/ /2013/07/neue-fliesen-fur-frau-stevenson-teil-1-die-ausgangslage/#comments Wed, 10 Jul 2013 14:29:29 +0000 /?p=6208 Lesen fortsetzen ]]> Als wir vor knapp 12 Jahren dieses unseres Haus gesehen haben, habe ich mich sofort in das Hexenhaus verliebt. Mit all seinen Fehlern und Macken. Zu diesen Fehlern und Macken gehörten damals schon die Fliesen im Erdgeschoss. Ich fand die immer schon grauenhaft. Nur leider haben wir damals im November übernommen, zu einer Zeit, in der also die Fußbodenheizung schon an und an einen Fliesenwechsel nicht zu denken war.

Später dann konnte man die völlig intakten, heilen, wenn auch häßlichen Dinger nicht guten Gewissens raus reißen. Aber seit drei Jahren oder so sind immer häufiger kleine Ecken abgesprungen und endlich, endlich konnte ich anbringen, dass wir doch mal bitte jetzt einen ordentlichen und vor allem einheitlichen Fußbodenbelag bekommen könnten. Sowas wie Holzbohlen zum Beispiel.

Um eine sehr lange Diskussion sehr kurz zu machen: aufgrund der schon erwähnte Fußbodenheizung und der drohenden Einweisung in die Nervenklinik, sollte ich mich mit Holzfußboden in der Küche durchsetzen, haben wir uns  nach sehr langem Hin- und Her für diese relativ neuartigen Bodenfliesen entschieden, die wie strukturiertes Holz aussehen.

Als das dann geklärt war, war auch klar: Wir machen zwar sehr viel selbst – aber es gibt Grenzen. Eine davon ist das Fliesen. Ich kaufe mir nicht für sehr teuer Geld gute Platten, um sie dann unfachmännisch zu verlegen. Sollte ich jemals auf die Idee kommen, dass selbst probieren zu wollen – wir hätten da noch einen Abstellraum im Keller, an dem ich das gerne ausprobieren kann.

Nun sind also die fleißigen Handwerker über mir und versuchen, mit unter fünf Flüchen pro Minute unserem sehr eigenwilliges Haus ein neues Gesicht zu verpassen. Und wie das passiert, dass zeige ich in einem der nächsten Einträge.

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Kaffeebohnen mal anders /2013/06/kaffeebohnen-mal-anders/ /2013/06/kaffeebohnen-mal-anders/#comments Thu, 20 Jun 2013 15:36:56 +0000 /?p=6164 Lesen fortsetzen ]]> Heute mal wieder was aus der Kategorie „Dinge, die das Leben schöner machen“ – hatten wir zumindest von mir schon länger nicht mehr.

Ich mag ja Kerzen, ich finde sie sommers wie winters anheimelnd und schön.  Sie geben einem einfach das Gefühl zuhause zu sein. Genauso wie ich zumindest manchmal bestimmte Düfte mag. Der Geruch von frisch gebackenen Keksen oder einem gerade gebrauten Kaffee sind mit wenig anderem zu schlagen.

TeelichtkaffeeWas ich hingegen gar nicht mag, sind diese penetranten Duftkerzen, die ihren alles übertünchenden, künstlichen Gestank verbreiten. Aber es gibt ja Mittel und Wege, beides zu kombinieren. Da wäre zum Beispiel die Kaffeekerze. Sieht gut aus, riecht relativ subtil und ist leicht gemacht.

Einfach in eine Schale Kaffeebohnen geben, darin ein Teelicht versenken und anzünden. Im Haus ist es heimelig und auf der Terasse angezündet vertreibt es zusätzlich noch Wespen und Mücken.

Hach, machmal ist es so einfach, kreativ zu sein.

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Ein Kerzenständer für ein ganzes Jahr – Sommer /2013/06/ein-kerzenstander-fur-ein-ganzes-jahr-sommer/ /2013/06/ein-kerzenstander-fur-ein-ganzes-jahr-sommer/#respond Wed, 05 Jun 2013 17:53:08 +0000 /?p=6123 Lesen fortsetzen ]]> So, die Sommerdeko für meinen Kerzenständer ist da.

Deko-Sommer

Ich gebe zu, innovativ und kreativ geht anders. Aber der Sand ist der übriggebliebene von dem nun verstorbenen Kindersandkasten aus dem Garten. Und die Muscheln wurden von Kind Nummer Eins und Kind Nummer Zwei an den Stränden der Costa Blanca, des Mar Menor und der schönen Ostseeküste liebevoll und mit großer Akribie  gesammelt. Für mich hat diese spezielle Verwendung also eher idellen Charakter. Also was, was mit Sicherheit Jahr für Jahr wieder rausgekramt wird.

So, und jetzt hat das umdekorieren Zeit bis September. Oder Oktober. Oder so.

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Ein schäbiges Bett für die Schönste Germanin, Teil 2 /2013/04/ein-schabiges-bett-fur-die-schonste-germanin-teil-2/ /2013/04/ein-schabiges-bett-fur-die-schonste-germanin-teil-2/#comments Wed, 24 Apr 2013 12:49:02 +0000 /?p=5972 Lesen fortsetzen ]]> Im ersten Teil haben wie die drei Einzel-Module des Bettes im Stil des Shabby Chic vorgestellt. Danach wurden sie durch die Längstlatten verbunden:

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Beginn der Lattierung, Blick auf die Katakomben (bestimmt griechisch für „Kammern der Katze“) noch frei. Die Verkleidung am Kopfende ist bereits montiert.

Wichtig ist dabei, dass die Latten nicht mit der Verkleidung verschraubt werden (s. unten): Da Latten schon mal gerne kaputt gehen, müssen wir sie leicht ersetzen können. Den ersten Hüpf-und-Sprung-Test von Kind Nummer Zwei hat das Bett zwar überstanden, aber trotzdem haben wir gleich zwei Ersatzlatten gekauft. Wie im ersten Teil besprochen wird das Holz im Innenraum nur gestrichen, wenn sich die Katze beschwert.

Die Latten werden dabei nicht gleichmäßig eingezogen, sondern entsprechend der Belastung: In der Mitte der jeweiligen Betthälfte und am Rand, wo man aus- und einsteigt, sind sie enger. Damit soll eine möglichst gute Belüftung der Matratze von unten gewährleistet werden. Das Zimmer hat eine Fußbodenheizung.

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Fertige Lattierung, Verkleidung montiert, aber Schraubenköpfe noch nicht gestrichen. Man beachte die Lücken in der Verkleidung am Kopfende rechts und (schlechter zu erkennen) links.

Schließlich ist es Zeit für die Verkleidung, die aus vier Zwei-Meter-Brettern besteht, die außen herum montiert werden. Die Höhe ist etwas tricky: Zu niedrig, und die Matratzen rutschen über die Oberkante weg, zu hoch, und man haut beim Einstieg gegen die Kante. Nach einigen Tests haben wir uns für eine Kantenhöhe von acht Zentimeter entschieden, gemessen zu den Querbalken (nicht den Latten). Die Verkleidung wird dann an die Balken wie auch die Quaderfüße geschraubt.

(Mensch, wird sich jetzt der eine oder andere Leser denken, das sind ja viele Schrauben. Im Rahmen des Schäbigtums habe ich beschlossen, sie versuchsweise als Design-Element einzusetzen, in Anlehnung an die Nieten bei Flugzeugen. Der Erfolg ist eher begrenzt, empfehlen kann ich das nicht.)

Wer mitgedacht hat, wird jetzt stutzen. Die Matratzen sind zwei Meter lang und einen Meter breit. Damit ist die Liegefläche zwei mal zwei Meter. Entsprechend sind die Querbalken und die eigentlichen Latten auch zwei Meter lang. Und dann werden außen als Verkleidung zwei Meter lange Bretter verschraubt? Bleibt da nicht irgendwo eine Lücke?

Ja. Wenn man genau auf das zweite Bild schaut, sieht man besonders in der Ecke am rechten Kopfende eine Spalte. Das ist allerdings ein feature und kein bug: Eine noch nicht ausgestandene Diskussion im Hause Stevenson ist der Einsatz von Wärmeunterbetten, die zu deutlichen Energieersparnissen im Winter führen können. Die Lücken würden es erlauben, Kabel aus dem Bettkasten zur Seite herauszuführen, ohne dass sie über die Kanten laufen müssen. Falls wir uns mal einigen können.

WSDHA sws Bett 06

Fertiges Bett mit weißen Kopfkissenbezügen; Schraubenköpfe jetzt weiß gestrichen. Das Kopfende liegt unter der Dachschräge, was zusammen mit der dunklen Farbe sogar noch gemütlicher wirkt als erwartet. Normalerweise ist das Bett natürlich mit Quilts der Ehrenwerten Mutter bedeckt.

Wie sieht das Fazit aus? Vom Aussehen ist es vielleicht eher primitiv als schäbig. Etwas Verzierung hätte dem ganzen Objekt doch gut getan. Es gibt einen Grund, warum so viele Betten Pfosten an den Ecken haben. Dafür ist es in unserem Schlafzimmer allerdings schlicht zu eng. Das Bett ist insgesamt 70 cm hoch, was sich nicht nach viel anhört, bis man davor steht. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber man wird nicht jünger. Wegen der Latten liegt man wie erhofft sehr fest.

Was uns zum Wichtigsten führt: Wir schlafen sehr, sehr gut darin. Selbst mit zwei Kindern und einer Katze. Was will man mehr.

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Frühlingsbasteln – heute: Papierblumen /2013/03/fruhlingsbasteln-heute-papierblumen/ /2013/03/fruhlingsbasteln-heute-papierblumen/#comments Mon, 11 Mar 2013 07:59:04 +0000 /?p=5780 Lesen fortsetzen ]]> Mein Mann fragte mich die Tage, wer zum Teufel ich sei und was ich mit seiner Frau angestellt habe. Er erwischte mich nämlich bei einer Bekannten, bei der ich gerade kleine Papierblumen in grün und lila bastelte.

Bevor ich hier die Bilder und die Beschreibung poste, seien zwei Vorbemerkungen erlaubt: 1. Ich bin immer noch keine kreative Basteltante – es ist daher beim Ergebnis noch richtig Luft nach oben. Und 2. Das Papier ist jetzt nicht das eleganteste. Ich werde es nochmal mit zweifarbigem Uni-Papier versuchen. Wenn ich das irgendwo bekomme.

Blumenbasteln1

Man nehme also ein quadratisches, am besten mindestens zweifarbiges Stück Papier – die Größe hängt von der gewünschten Blütengröße ab.

Blumenbasteln2

Die untere Ecke nach oben falten, so dass sich ein Dreieck bildet.

Blumenbasteln3

Die linke und rechte Ecke nach oben zu mittleren Ecke falten so das sich wieder ein Quadrat bildet und dann wieder zurück nach aussen falten.

Blumenbasteln4

Die mittlere Ecke nach unten falten.

Blumenbasteln5

Und danach mit etwas Versatz, so das sich ein Rand bildet, wieder nach oben falten. Die beiden äußeren Ecken wieder nach oben falten.

Blumenbasteln6

Die so entstanden Tütchen jeweils öffnen und leicht nach aussen knicken.

Blumenbasten7

Die Spitzen der Tütchen nach unten falten und die Dreiecke an der vorherigen Faltung wieder zurückfalten.

Blumenbasteln8

Die Außendreiecke aneinanderlegen, etwas zurechtrücken und am besten mit Heißkleber zusammenkleben.

Blumenbasteln9

Insgesamt von fünf von diesen Tütchen jeweils an den Außenseiten zusammenkleben, so das eine Blume entsteht. Enteweder man lässt sie so alleine stehen und verziert sie mit Steinchen oder Draht oder aber man klebt von diese Blumen wiederum mehere aneinander und erhält dann eine Blumenkugel zum Aufhängen.

Viel Spaß dabei, den Frühling wenigstens in die Wohnung zu holen, wenn er draussen schon auf sich warten läßt.

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So über’s Jahr /2013/01/so-ubers-jahr/ /2013/01/so-ubers-jahr/#respond Thu, 31 Jan 2013 20:25:24 +0000 /?p=5522 Lesen fortsetzen ]]> Angesichts des Arbeitseifers im Hause Stevenson werde ich langsam unruhig. Denn wir müssen auch so einiges bewältigen in diesem Jahr, aber es fehlt ein wenig die Energie. Am besten, wir machen auch erstmal eine Liste. Mangels Haus und Garten fallen unsere Vorhaben naturgemäß ein paar Nummern kleiner aus.

Renovieren

Die Küche müsste dringend gestrichen werden. Bloß gut, dass wir keine Mieter sind. In vielen Mietverträgen heisst es, die Küche müsse alle drei Jahre renoviert werden. Auch wenn der BGH festgestellt hat, dass viele Fristenregelungen zu starr sind: Wir sind auf jeden Fall dran. Bisher ist die Küche schlicht weiß gestrichen, oder war es zumindest mal. Lange Zeit konnte ich mir auch gar nicht vorstellen, eine andere Farbe auch nur in Betracht zu ziehen. So ganz langsam kommt das ins Wanken. Auch wenn Schokobraun oder Indigo immer noch draußen bleiben müssen, denke ich immerhin über eine Akzentwand in einem sanften, gedeckten Farbton nach. Ab und zu soll man ja seine Vorstellungen auf den Prüfstand stellen und mal gucken, ob man sich vielleicht weiter entwickelt hat. Außerdem kann man dann so schön mit dem Farbdesigner spielen.

Der Riss

riss

Oder die Mutter aller Risse. Dieses Ärgernis scheint uns bedenklich fett und zieht sich immerhin durch drei Zimmer. Wir hatten auch schon einen Statiker da, der allerding recht unbeeindruckt blieb. Zuschmieren und drüber dstreichen. Na dann. Schwiegervater meinte allerding, besser wäre es, Mullgaze über den Riss zu kleben und dann zu streichen. Wir werden es austesten.

Wandgemälde

muralWir bleiben bei den Wänden: Da gibt es im Kinderzimmer auch noch eine Baustelle. Vor Jahren wünschte sich mein Kind einen „Wald im Zimmer“. Unsere anfängliche Verwirrung (wieviel Bäume pro Quadratmeter? Nadel oder Laub?) konnte sie aufklären, sie woll gerne einen Wald an die Wand gemalt haben. Ihren künstlerisch herausgeforderten Eltern gelang es, sie auf einen Baum herunter zu handeln. Hoffnungsvoll haben wir angefangen, und irgendwann angebrochen. Jetzt müssen wir klären, ob sie das Ding noch fertig gepinselt haben will, oder ob wir lieber die ganze Wand einfarbig streichen sollen. In welcher Farbe auch  immer.

Regale für’s Kinderzimmer

Eine weitere Baustelle im Kinderzimmer ist der fehlende Staurum. Es fehlt mindestens ein geräumiges Bücherregal. Der Autor meint ja, die baue man am besten selber und traut sich sogar zu, mir das beizubrigenen. Wenn wir denn gemeinsame Zeit freischaufeln können, gehe ich also als  Tischlerlehrling nach Zepernick.

Reorganisation

Stauraum ist bei uns gegnerall problematisch, wobei ich ja der Meinung bin, dass sich dieses Problem in Luft auflöst, wenn man wirklich mal alle Schränke ausmistet, aufräumt, und sich ein paar neue organisatorische Regeln gibt. Ich hoffe, diese Hypothese im Laufe des Jahres beweisen zu können.

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Weihnachtsbasteln für Handarbeitslegastheniker – heute: Weihachtskugeln /2012/12/weihnachtsbasteln-fur-handarbeitslegastheniker-heute-weihachtskugeln/ /2012/12/weihnachtsbasteln-fur-handarbeitslegastheniker-heute-weihachtskugeln/#comments Wed, 05 Dec 2012 18:36:28 +0000 /?p=5156 Lesen fortsetzen ]]> Wenn es in dieser Zeit ans Weihnachtsdekobasteln in Kindergarten, Schule oder Hort geht, dann bin ich ja meist diejenige, die sich eher um das leibliche Wohl, die Unterhaltung oder verschiedenste Botengänge kümmert.

Dieses Jahr hat eine Mitmutter eine Machtwort gesprochen und mich zwangsverpflichtet. Es gäbe so nette Sachen, die man schön selbst machen könne, die sogar ein Deko-Dummie wie ich hinbekommen würde. Ich war skeptisch und hatte sicherheitshalber  schon mal eine gute Rindersuppe auf dem Herd – so zum Freikaufen.

Als erstes, so meinte die Mitmutter, machen wir Weihnachtskugeln – sehen gut aus und sind leicht zu machen. Sagte sie. Man braucht

  • 8 schmale Papierstreifen (20cm), gerne verschiedenfarbig
  • zwei Sterne
  • 1 Draht (10cm)
  • 2 silberne, rote, goldene oder wie auch immer zu den Papierstreifen passende Kugeln
  • 8 Glaskugeln
  • wenn gewünscht ein Bommel, 2 weitere Papierstreifen oder beides
  • eine Prick- oder Stopfnadel

In alle Streifen werden mittels Stopf- oder Pricknadel an beiden Enden sowie in der Mitte ein Loch gestanzt.

Dann wird der Draht am unteren Ende umgebogen, eine der farbigen Kugeln sowie der Stern werden aufgespießt. Darauf kommen abwechselnd die Papierstreifen. Die Seiten, die nachher zu sehen sein sollen, liegen nach unten.

Auf den nach oben ragenden Draht werden die Glaskugeln gesteckt und darauf dann wiederum die Enden der Papierstreifen.

Dabei drauf achten, dass immer der Streifen genommen wird, der als nächstes oben liegt. Es entsteht, man soll es nicht meinen, eine Kugel. Danach kann man entweder einfach wieder einen Stern und eine Kugel drauf setzen und den Draht umbiegen, so das eine Öse entsteht. Oder aber man macht noch eine Schleife, in dem man als zwischen Papier- und Farbkugel noch zwei Papierstreifen in der gleichen Art dazwischen setzt, wie man die Kugel gefertigt hat.

Und das war meine erste Kugel. Ja, nicht so gerade wie bei anderen Leuten, aber für meine Verhältnisse wirklich gut. Einige der Exemplare hängen jetzt an meinem Fenster. Um der Wahrheit allerdings die Ehre zu geben – auch mein 6jähriger hat welche davon gemacht. Es ist also wirklich einfach.

 

 

 

 

Ich finde sie schön, meine Weihnachtskugeln. Ich werde sogar noch welche für den Baum machen. Ganz alleine.

Übrigens: Die Rindersuppe gab es trotzdem und hat viel Lob eingefahren. Ich hab die Mitmutter dann nach Weihnachten zum kochen lernen eingeladen. Sie sagt nämlich, sie könne das nicht.

 

 

 

 

 

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Landhausküche mit Erker, bitte hier entlang /2012/09/landhauskuche-mit-erker-bitte-hier-entlang/ /2012/09/landhauskuche-mit-erker-bitte-hier-entlang/#respond Wed, 26 Sep 2012 12:36:20 +0000 /?p=4865 Lesen fortsetzen ]]> Ich muss beichten.

Wir haben letzte Woche unsere Küche renoviert. Und ich habe, trotz Erinnerungen vom Autor und von Frau Jugel vergessen, die alte Küche zu fotografieren. Ich hab es mir dauernd vorgenommen und ständig ist irgendwas dazwischen gekommen. Seufz. Alles was ich habe, ist ein Foto während der Renovierungsarbeiten, auf dem man Teile des Erkers vorher sieht.

Vorher heißt, er war in einer damals sehr hippen Wischtechnik in einem noch hipperen Terracotta gestrichen, das aber eher an ein Orange erinnerte und dem Ganzen einen, nun, sehr individuellen Charme gab. An dem man sich schnell sattgesehen hatte (und zwar genau seit dem Zeitpunkt, an dem wir es gestrichen hatten und die Küchenbauer schon in der Tür standen, so dass keine Zeit mehr war, umzumalern).

Das ist unser Erker heute, in einem Creme gestrichen und einer Hängelampe über dem Eßtisch statt dem Ungetüm von Strahler aus Edelstahl. Die Blumen sind noch aus der alten Küche. Ich hab zwar schöne weiße Orchideen gekauft, aber irgendwie bringe ich es nicht übers Herz diese beiden ausgesprochenen Häßlichkeiten von Pflanzen zu entsorgen.

Alles, was jetzt braun ist, war beige. Das sah auch durchaus mal sehr gut aus. Leider ist dann die Dunstabzugshaube kaputt gegangen. Muss ich mehr sagen? Genau, das Beige war dann irgendwann eher ein dreckiges Schmutzweiß und der Grund, warum ich es nicht mehr sehen konnte und wir relativ Hals über Kopf renoviert haben. Übrigens nicht ganz ohne Probleme, unsere erste Version vom Braun betitelte Kind Nummer Eins als „Durchfallmäßig“ – womit sie nicht ganz unrecht hatte. Merke: Baumarktmitarbeiter sind auch samstagabends um 19:30 noch extrem freundlich und hilfreich, wenn man sie mit Süssigkeiten besticht ganz ohne Hintergedanken beschenkt.

Mein entschiedener Lieblingsplatz im Haus – hier koche, backe und wusele ich. Ich liebe einfach die Arbeitsfläche mit Blick in den Garten. Das war so, als die ganz alte Küche noch da war, dann als diese kam und bleibt auch so jetzt, wo sie renoviert ist.

Das Gewürzregal, ja, gleich neben dem Herd, der Herr Koch wird den Kopf schütteln, aber es hat eben nicht jeder zwei Küchen, um höchstmögliche Aromatik zu wahren:-) Und ich mag es gerne griffbereit.

Saftpresse, Herd, Spüle, Kochbesteck – alles da. Gut, ich frage mich, wie lange das noch alles in Reih und Glied steht, aber man kann ja mal hoffen.

Mein Arsenal an den nötigsten elektronischen Geräten: Küchenmaschine, Brotbackautomat und Friteuse – und ja, ich brauche das Zeug mindestens einmal die Woche. Wobei die Küchenmaschine beinahe täglich in Gebrauch ist und die Brotmaschine alle zwei Tage. Und damit fange ich jetzt gleich auch an – damit die Küche nicht ewig so aufgeräumt bleibt, wie sie gerade ist.

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