Arbeitszimmer – Wie sieht's denn hier aus? / Eigensinnig unperfekt zwischen Stadt und Land. Tue, 21 Aug 2012 11:15:56 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.1 Our Server is Down!* /2012/08/our-server-is-down/ /2012/08/our-server-is-down/#comments Fri, 17 Aug 2012 19:21:23 +0000 /?p=4654 Lesen fortsetzen ]]> Es ist passiert. Das unfassbare. Die zentrale Backup und Speichereinheit hat einfach aufgehört zu funktionieren. Das Gerät ist ein sogenanntes NAS. Englisch für Network-Attached-Storage: Eine Platte am Netzwerk also. Vier Terabyte, da passt so einiges drauf.

Es roch etwas brenzlich und es fehlte plötzlich das beruhigende Lüfterrauschen, das immer aus der Zimmerecke kam. Dabei war sonst alles auf den Ausfall der verschiedensten Teile vorbereitet. Damit uns der Strom keinen Strich durch die Rechnung macht, ist der Netzwerkspeicher mit einer Unterbrechungsfreien Stromversorgung abgesichert. Kleine Stromspitzen oder ein Ausfall von bis zu 30 Minuten: kein Problem. Zudem liegt immer eine extra Festplatte bereit, falls eine der vier im Gerät verbauten mal den Geist aufgeben sollte. Das hat auch schon zweimal gut geklappt. Immerhin hat es uns unter schwierigsten Bedingungen bei hoher Luftfeuchtigkeit und Hitze in Korea, aber dann auch hier immer beste Dienste geleistet.

Tja, und dann geht einfach das Netzteil, die interne Stromversorgung, kaputt. Das war nicht vorgesehen. Da darf man schon mal kurz erschrecken. Und dann kam noch die eine Frage aus dem Nebenzimmer: „Da sind doch unsere ganzen Bilder drauf?“ – Nochmal Herzkasper. Aber dann kam doch die Erinnerung, es gab ein automatisches Backup der Bilder in die Weiten des Internet. Schnell noch mal auf dem Server verifiziert und der Blutdruck ging wieder runter.

Als erstes habe ich das Gerät dann mal aufgeschraubt, was ziemlich einfach ging. Der Inhalt hat mich dann schon ein bisschen erschreckt. Von derartiger Verschmutzung hatte ich bisher nur in der Rubrik: Adminstratorenhorror (Achtung: Englisch) gelesen. Aber das war in gewisser Weise auch kein Wunder, denn laut Herstellerangaben, hatte ich den Lüfter im Gerät umgedreht, so das er die Luft in das Gerät gesaugt hat und nicht heraus, weil dadurch die Kühlung verbessert wurde.

Jetzt war die Frage: Was machen wir damit? Ein Blick auf Amazon zeigte schnell, daß ein neues Netzteil ca. 230 € kostet. Immer noch günstiger als ein neues Gerät (ohne Festplatten) für ca. 700 €. Einer Eingebung folgend, habe ich mich dann aber doch mal im Fachforum des Herstellers herumgetrieben und einen Hinweis auf einen möglichen Austausch durch denselben gefunden. Wirklich dran geglaubt habe ich nicht, ehrlich gesagt, denn nach fünf Jahren ist üblicherweise jegliche Garantie vorbei.

Immerhin kannte das Onlinehilfesystem noch mich und mein Gerät, obwohl ich da sicher auch schon ein paar Jahre nicht mehr hineingeschaut habe. Kurze Nachricht an den Support: „Hallo, mein Netzteil ist mit einem brenzligen Geruch ausgefallen. Den Lüfter hatte ich damals angepasst. Was soll ich tun?“ Und siehe da, kurz darauf kam sogar eine Nachricht zurück: „Hallo lieber Kunde, wenn Du uns deine Adresse sagst, schicken wir dir ein neues. Dein Support.“ Unfaßbar, die haben nicht mal mit der Wimper gezuckt! Also hab ich alles schön hingeschickt und zack hatte ich eine UPS Verfolgungsnummer um dann zuzuschauen, wie mein neues Netzteil aus Belgien nach Berlin kam. Ich muß es nochmal laut sagen:

„Danke NETGEAR, das war der beste Support, den ich bisher erlebt habe!“

Es war auch schnell eingebaut und jetzt flutscht alles wieder wie immer. Gelernt habe ich dabei auch noch etwas. Immer mal wieder die Geräte säubern (auch innen) und es sollte ein Plan existieren, wie die Daten gerettet werden können. Auf keinen Fall sollte man sich darauf verlassen, daß das NAS ewig funktioniert.

Einen kleinen Haken hatte die Sache aber dann doch. Der Support hat dabei nicht an mich gedacht.  Frau Jugel wird das sicher nicht gern hören (also nicht weitersagen): Aber wie bitte soll ich für den Kauf eines neuen NAS mit sechs Platten argumentieren, wenn das alte so einfach repariert wird?

* „Our Server is Down!“ ist übrigens ein hervorragender Comic für Eltern. Sehr empfehlenswert.

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Guten Morgen, lieber Freitag! /2012/08/guten-morgen-lieber-freitag/ /2012/08/guten-morgen-lieber-freitag/#respond Fri, 03 Aug 2012 06:00:25 +0000 /?p=4512 Lesen fortsetzen ]]>

Das letzte durchstarten vor dem Wochenende beginnt mit dem Arbeitsfrühstück im Homeoffice. Wer braucht schon einen Coffee-Shop? Ich weiss auch nicht, aber zu Hause arbeiten passiert meistens am Küchentisch. Dabei habe ich eigentlich einen Schreibtisch. Der ist auch gar nicht so vollgemüllt, man kann ihn jedenfalls innerhalb in ein paar Minuten einsatzfähig machen. Passiert aber nicht. Was die Frage aufwirft, wie mein Arbeitsplatz ausehen müsste, damit ich dort auch wirklich arbeite – und nicht in der Küche. Und wie ich mir so einen Platz einrichten kann, auch wenn ich gerade mal keinen Keller zur Hand habe.

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Ein Arbeitszimmer für den Autor, Teil 21 – „Bilder, Poster und ein Rätsel“ /2012/06/ein-arbeitszimmer-fur-den-autor-teil-21-bilder-poster-und-ein-ratsel/ /2012/06/ein-arbeitszimmer-fur-den-autor-teil-21-bilder-poster-und-ein-ratsel/#comments Tue, 12 Jun 2012 06:19:21 +0000 /?p=4253 Lesen fortsetzen ]]> Gehen wir nochmal zurück zum Welteroberungstisch: Wir hatten über drei Seiten des Achtecks die Wand mit Holz verkleidet, damit die kalten Wände abgeschirmt und Bilder aufgehangen werden können. Genau das wollen wir jetzt als letzten Arbeitsschritt tun.

Dabei nutzen wir zwei Dinge aus: Erstens, bei Baumärkten und Elektronik-Ketten gibt es Rahmen für wenig Geld. Am Ende haben wir zehn „kleine“ mit einer Größe von elf x 15 cm, 16 „mittlere“ mit 13 x 18 cm und sieben „große“ mit 21 x 30 cm benutzt. Zweitens, über Bilderdienste im Internet kann man sich beliebige Motive — nicht nur Fotos — ausdrucken und zuschicken lassen, alles, was ein JPEG, PNG oder GIF ist.

Nach einiger Überlegung habe ich beschlossen, die drei Seiten thematisch aufzuteilen — die Bilder von den Kindern gehören einfach nicht in die Nähe eines Game of Thrones-Screenshots. Rechts sind Familienbilder, in der Mitte um den Monitor Filme, und links diverser Kram. Hier wird früher oder später eh ein zweiter Monitor stehen.

(Was uns zu einem Ratespiel bringt: Was sind die Motive auf diesen Bildern? Nur eins stammt nicht aus einem Film, Computerspiel oder einer TV-Serie. Die Lösung steht am Ende.)

Die Bilder werden mit kleinen Schrauben befestigt. Das ist vielleicht nicht die beste Lösung, denn sie riskiert, dass die Holzplatten nach einigen Jahren aussehen wie ein Schweizer Käse. Aber erstmal man muss sich keine Sorgen machen, dass die Rahmen herunterfallen.

Das ist nicht der einzige Ort, wo wir Bilder aufhängen. Zwischen dem vorderen und mittleren Fenster montieren wir eine senkrechte Leiste und vier weitere „große“ Rahmen. Durch den Abstand zur Wand entsteht ein Schattenspiel. Das schafft mehr räumliche Tiefe als erwartet, und äh, passt ehrlich gesagt nicht wirklich an diese Stelle. Aber als Experiment ist es ein voller Erfolg. So könnte man eine ganze Wand bestücken.

Schließlich haben wir zwischen dem Utility Table und den Nachtdienstregalen keine Regale gezogen, damit es nicht so eng ist, wenn man sich dort an den Sehr Großen Tisch setzt. An der Wand bleibt damit Platz für ein Poster. Wie bei allen Bildern im Zimmer ist die Auswahl des Motivs durch die ständige Anwesenheit von Kindern beschränkt. Ein Filmposter zu The Descent kommt da nicht in Frage. Nach einiger Suche fiel die Wahl auf einen Druck zu dem Computerspiel Portal 2, das die Kinder kennen.


Ich habe bewusst ein Bild mit viel Blau gewählt, damit es sich vom Braun der Regale, der Tischoberflächen und des Fußbodens abhebt. Der Druck wurde im Baumarkt gerahmt.

Damit haben wir die Baumaßnahmen abgeschlossen und können uns zurücklehnen. In der nächsten und letzten Folge ziehen wir ein Fazit des ganzen Projekts — wer noch Fragen hat, sollte sie jetzt stellen, notfalls schieben wir noch einen Eintrag dazwischen.

(Lösung der Bilder, von links unten nach rechts: Jean-Luc Picard von Star Trek The Next Generation; Zoey aus dem Computerspiel Left 4 Dead; Chewbacca und Princess Leia albern auf dem Set von Star Wars herum; eine Katze schläft auf dem Schoß eines Buddhas (kein Film); die Succubus Bo aus der TV-Serie Lost Girl setzt zum Dreier an; die Vampirin Eli aus Let the Right One In; diverse zombifizierte Mitbürger aus Dawn of the Dead verlangen Einlass; Buffy beim Schwert-Training, Cover aus der Staffel 8; Captain America bei der Landung in der Normandie; unbekannte Cosplayerin als Cat Woman beim schminken.)

Fortsetzung hier

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Ein Arbeitszimmer für den Autor, Teil 14: Oberflächenbehandlung: Sägemehl, Alien-Blut und ein Zwischenfazit /2012/02/ein-arbeitszimmer-fur-den-autor-teil-14-oberflaechenbehandlung-saegemehl-alien-blut-und-ein-zwischenfazit/ /2012/02/ein-arbeitszimmer-fur-den-autor-teil-14-oberflaechenbehandlung-saegemehl-alien-blut-und-ein-zwischenfazit/#comments Fri, 03 Feb 2012 19:24:48 +0000 /?p=3446 Lesen fortsetzen ]]> Nachdem alle Schreibtische stehen, ist es Zeit für die Oberflächenbehandlung. Die Erwartungen dürfen nicht zu hoch sein:

Wirklich schön im klassischen Sinn wird das Ergebnis so oder so nicht, schon allein weil das Holz zwar dick, aber nicht von bester Qualität ist. Mit sehr viel Arbeit könnte man das bestimmt fein machen, aber die Zeit haben wir schlicht nicht. Außerdem reden wir hier vom Arbeitszimmer. Das Ziel lautet „flach“ und „eben“ in dem Wissen, dass am Ende die höfliche Beschreibung „rustikal“ lauten wird.

Selbst dann müssen wir folgende Liste abarbeiten. Einmal tief durchatmen:

  1. Bröckelnde Astlöcher ausbohren und mit Holzpropfen versehen.
  2. Nachhobeln, um die letzten groben Unebenheiten zu beseitigen und die Übergänge zwischen den Brettern anzugleichen.
  3. Schutzleisten an den Kopfseiten der Tischkanten anbringen.
  4. Spalten, Löcher, größere Macken und Übergänge mit Mischung aus Sägemehl und Klebstoff oder einer anderen Masse füllen. Aushärten lassen.
  5. Grob schleifen, möglichst nur in Faserrichtung, um die letzten Unebenheiten zu beseitigen.
  6. Fein schleifen, nur in Faserrichtung, um eine möglichst glatte Oberfläche zu erhalten.
  7. Völlige Entstaubung des Zimmers: Alle Werkzeuge und Holzreste heraustragen; Decke, Wände, Tische und Fußboden mit dem Besen fegen; mit dem alten Staubsauger den groben Rest wegmachen; mit dem guten
    Staubsauger nachsaugen, wenn die Schönste Germanin es nicht mitbekommt.
  8. Abkleben: Mit Malerband an den Wänden, selbst dort, wo man es nicht sehen wird; mehrere Lagen Abdeckplane und Zeitung auf den Fußboden, auch unter den Tischen.
  9. Letzte Farb-Ausbesserungen an den Wänden, wo wir Stellen übersehen oder uns verstrichen haben. Trocknen lassen.
  10. Erste Lasur der Tische. Kabellöcher nicht vergessen! Unter den Tischen übersehene Stellen und Macken nachstreichen. Trocknen lassen.
  11. Tische mit sehr feinem Schmirgelpapier per Hand schleifen (durch die Feuchtigkeit der ersten Farbschicht quellen die Holzfasern auf, hat man mir erklärt).
  12. Nochmal alles absaugen.
  13. Zweiter Anstrich der Tische. Trocknen lassen.
  14. Erste Schicht Klarlack. Trocknen lassen.
  15. Zweite Schicht Klarlack. Trocknen lassen.
  16. Abdeckung entfernen, Raum putzen.

Das ist in der Praxis nerviger, als es klingt: Bis Schritt 10 scheint nichts zu passieren. Man kommt in das Zimmer, und sieht lauter helle Tischflächen, man geht nach einigen Stunden wieder heraus, und sie sind immer noch hell. Leute gucken durch die Tür und fragen, was man da eigentlich den ganzen Tag macht …

Erster Schritt: Kaputte Astlöcher ausbohren.

Ausbohren von Astlöchern.

Insgesamt waren es etwa 20 bis 30 Stellen. Die Scheiben für die Pfropfen schneidet man sich mit der Klappsäge von einer Holzstange ab, Durchmesser zwei Zentimeter. Wie tief man geht, hängt von der Stelle ab, aber bei vier Zentimeter dicken Brettern muss man nicht knauserig sein. Die Höhe muss nicht genau passen, denn unser Freund Wolf der Elektrohobel sorgt für Disziplin und Ordnung.

 

Spalten zukleben am Sehr Großen Tisch, Experiment mit "drüberstreuen" bei den dicksten Spalten; unten ist der Klebstoff übergelaufen.
Spalten zukleben am Sehr Großen Tisch, Experiment mit "drüberstreuen" bei den dicksten Spalten; unten ist der Klebstoff übergelaufen.

 

Was uns zu den Spalten bringt. Die Ergebnisse mit dem klassischen Klebstoff-Sägemehlgemisch waren, nun, uneinheitlich. An einigen Stellen hat das wunderbar geklappt, an anderen sieht es aus als ob ein Alien durch die Ritze geblutet hätte. Da es um das Arbeitszimmer geht, habe ich bewusst herumexperimentiert und kann folgende Faustregeln anbieten, wenn auch ohne Gewähr:

  1. Der Anteil an Sägemehl zum Klebstoff muss möglichst hoch sein.
  2. Möglichst kleine Mehlkörner benutzen (Hobelspäne sehen fürchterlich aus).
  3. Die oberste Schicht sollte rein aus Sägemehl bestehen (am Ende nochmal drüberstreuen und eindrücken).
  4. Auf keinen Fall darf Klebstoff großartig über die Ränder hinaus einziehen — das führt sonst zu dem „Säure statt Blut“-Effekt, den man vom A-Deck der Nostromo kennt.
  5. Kein Werkzeug kann es mit den Fingern aufnehmen, auch wenn man sofort einen halben Handschuh aus Klebstoff bekommt.

Noch besser funktioniert — wie der Leser KH bemerkt — wenn man einen passenden Span abhobelt und einfügt. An einer Stelle habe ich das auch probiert, und tatsächlich schlug es das Klebstoff-Gemisch. Der Aufwand verbietet sich hier allerdings. Die fertige Holzpaste aus dem Baumarkt ließ sich gut verarbeiten, zog jedoch beim Trocknen etwas ein (wie der
Leser CHR vorhergesagt hatte). So oder muss man sich klar sein, dass alle Übergänge am Ende dunkler sind als das eigentliche Holz.

Die beste Lösung besteht darin, die Kanten genauer anzupassen.

Auch beim Hobeln und Schleifen bleibt der Welteroberungstisch das Problemkind. Wegen der Übergänge verletzt man – zumindest mit dem Werkzeug, das ich zur Verfügung habe – zwangsläufig die Faserrichtung. Entsprechend, äh, unruhig sieht das Ergebnis aus. Es verstärkt sich der Eindruck, dass dieser Teil vielleicht doch überambitioniert gewesen sein könnte.

Irgendwann ist man so weit, dass man endlich streichen kann.

 

Lasur, erste Schicht halbfertig, Kamera vor Erschöpfung schief

 

Ich habe einfach die No-Name-Lasur aus dem Baumarkt genommen. Sie ist billig, ich kenne sie von anderen Projekten und wieder gilt: Für das Arbeitszimmer reicht es. Das gleiche trifft auf den matten Klarlack zu.

 

Nach der ersten Lasurschicht. Rechts ein Ausrutscher mit dem Hobel, durch die Färbung jetzt brutal deutlich; links mehrere ausgebohrte Astlöcher.

 

Aber musste man die Tische überhaupt lasieren? Hätte es nicht einfach der Klarlack getan? Das belassene Holz hat eine eigene Schönheit, die Macken fallen weniger auf und der ganze Raum ist heller. Dummerweise hatte ich schon die Unterseiten und den Unterbau vorgestrichen, und nach übereinstimmender Meinung aller hinzugezogenen Experten —
sprich, jeder, der in dieser Phase unvorsichtigerweise einen Fuß in die Vordertür setzte — wären die drei verschiedenen Farben von Fußboden, Tischplatten und Unterbau zu viel. Wenn ich es nochmal machen müsste, würde ich mir das aber sehr genau überlegen.

 

Der Sehr Große Tisch, fertig behandelt; die Schraube hält die Schutzleiste.

 

Es ist gut, dass wir uns von Anfang an auf rustikal eingestellt haben, denn rustikal ist das, was wir bekommen haben — oder, positiv formuliert, wir haben eine dramatische, eigenwillige Oberfläche mit einem ganz speziellen Charakter. Vielleicht kein Tisch für eine Subbuteo-Meisterschaft, aber flach und eben und damit entsprechend den Anforderungen.

Damit sind die Schreibtische fertig. Zeit für ein Zwischenfazit. Den Sehr Großen Tisch verbuche ich als vollen Erfolg. Er ist stabil,eben und, nun, groß. Ich könnte mir tatsächlich vorstellen, so einen Tisch wieder selbst zu bauen. Einen graden, viereckigen Tisch, wohlgemerkt — so etwas wie den Welteroberungstisch würde ich mir dreimal überlegen. Aber jetzt habe ich es probiert und die liebe Seele hat ihre Ruh.

Beim Gesamtobjekt bin ich zufrieden. Von links nach rechts haben wir eine durchgehende und flache Tischfläche, auf der man endlos Papier und Bücher stapeln und ignorieren sortieren kann. Die Tische sind stabil bis zu dem Punkt, dass sie selbst von meinem Gewicht nicht zu beeindrucken sind. Ich habe eine Menge gelernt über Spaltenflicken, Winkelschneiden und die Macht von Elektrohobeln. Dass der Aufwand erheblich größer war als erwartet, muss ich vermutlich nicht erwähnen.

Was kommt jetzt? Regal, Regale, Regale und etwas Licht.

Fortsetzung hier

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