Auto – Wie sieht's denn hier aus? / Eigensinnig unperfekt zwischen Stadt und Land. Mon, 29 Apr 2013 17:04:27 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.1 Das letzte Abenteuer – Smart fahren in Berlin /2013/04/das-letzte-abenteuer-smart-fahren-in-berlin/ /2013/04/das-letzte-abenteuer-smart-fahren-in-berlin/#respond Mon, 29 Apr 2013 16:17:10 +0000 /?p=5983 Lesen fortsetzen ]]> „Wie sieht´s denn hier aus?“ dachte der Kfz-Mechaniker meines Vertrauens, als er letzte Woche meine Reifen wechseln wollte and dafür den Wagen auf der Hebebühne hatte.  Dem langen Winter und dem daraus resultierendem armseligen Zustand der Dorfstrassen Tribut zollend, hatte sich eine Feder in der Aufhängung eines Rades zerlegt. Oder so. Auf jeden Fall mußte irgendein Teil bestellt werden und das sollte erst am nächsten Tag kommen.

Smart1Da ich aber an nämlichem Tag in die große Stadt zum Unterricht mußte, gab man mir einen Leihwagen, der extra für solche Fälle angeschafft worden war: Einen Smart. Und ich muß sagen, neben einem Trabbi ist dieses Auto so ungefähr das Seltsamste, was ich je gefahren bin – deswegen paßt der Wagen hier in diesen Blog.

Es fängt mit dieser Softtip-Schaltung an. Entweder, ich habe einen Automatikwagen oder einen Schaltwagen. Aber dieses „Runter mußt Du nicht schalten, hoch aber schon“ hat mich irre gemacht. Dazu kam, dass der Wagen sich ständig und in jedem Gang so anhörte, als ob er total überlastet sei. Und er hörte sich nicht nur so an, man hatte dauernd das Gefühl, die Schnauze vorne hebt ab und man legt gleich einen gekonnten Wheely hin. Und laut ist das Ding.

Smart2Dazu kommen die Ausmaße des Wagens – ich bin ja nun einen Mercedes Kombi (Codename „Der Panzer“) gewöhnt. Beim Smart war ich vorbei, bevor ich auch nur einmal aufgeschaut hatte. Kaum am Rücklicht, schon war ich schon wieder zwei Meter vor dem Auto. Das Gefühl hat man aber seltsamerweile nur von draussen. Sitzt man drinnen, dann meint man, das Ding hat einen Bug wie die Titanic, der hört gar nicht mehr auf.

Aber für mich das Schlimmste war eigentlich, dass ich mich in diesem fahrbaren Untersatz für für Stadtbewohner nicht sicher gefühlt habe. Wohlgemerkt, ich spreche hier nicht von objektiven Crash-Test-Ergebnissen, ich rede vom subjektiven Empfinden. Auf einer zweispurigen Strasse zwischen Strassenbahn und LKW in einem gefühlten Kinderspielzeug – das muss man schon mögen.

Und das Gute? Naja, ich bin mit dem Teil in wirklich jede Parklücke gekommen. Zum Verbrauch kann ich nichts sagen, dazu bin ich ihn einfach zu wenig gefahren.

Fazit: Man kommt in der Stadt schon mit dem Smart überall hin, solange man in der Stadt bleibt, auf die Autobahn hab ich mit ihm nicht getraut. Und rein aus meinem ureigenen Sicherheitsempfinden würde ich weder mir noch meinem Kinde so einen Kleinstwagen zulegen.

Aber wie gesagt, ich fahr ja auch Panzer.

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Autofasten – Tag der Abrechnung /2012/04/autofasten-tag-der-abrechnung/ /2012/04/autofasten-tag-der-abrechnung/#comments Mon, 16 Apr 2012 15:00:26 +0000 /?p=3890 Lesen fortsetzen ]]> Ostern ist auch dieses Jahr wieder Geschichte, die Fastenzeit vorbei, und haben wir durchgehalten und wieviel genau haben wir gespart?

Ich behaupte mal, wir haben durchgehalten. Unser Auto haben wir in den sieben Wochen genau einmal gefahren, quasi als Funktionstest. Und für den Weg zu Stevensons auf’s Land haben wir uns das Auto meiner Schwiegereltern geliehen. Ansonsten waren alle drei tapfer mit Öffis, Fahrrädern, Rollern und zu Fuß unterwegs, obwohl die S-Bahn sich alle Mühe gegeben hat, und extra,  um uns auf die Probe zu stellen, einfach mal den halben Ring gesperrt hat. Ha, denen haben wir es gezeigt!

Jetzt ist der Wagen tatsächlich in der Werkstatt, wohin er sich auch erst mit nachbarschaftlicher Starthilfe bewegen lies. Wir fahren derweil weiter mit dem Bus. Um jetzt das Ersparte auszurechenen, hab ich unsere Abrechnung von Oktober/November 2011 herangezogen, weil die gerade greifbar waren und von der Fahrleistung her auch vergleichbar. Also keine Urlaubsreisen, keine Dienstfahren und alle Mann auch anwesend. Wenn man also den damaligen Verbauch und die damaligen Spritpreise zugrundlegt, haben wir in zwei Monaten ohne Auto 188,- € gespart. Die Kosten für die Monatstickets meines Mannes sind da schon gegengerechnet (das Weibsvolk hat sowieso welche). Die abenteuerliche Spritpreisentwicklung der letzten Monate konnte ich jetzt nicht einrechnen, aber es lohnt sich auch so.

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Sieben Wochen ohne…. Auto? /2012/03/sieben-wochen-ohne-auto/ /2012/03/sieben-wochen-ohne-auto/#comments Wed, 07 Mar 2012 20:10:56 +0000 /?p=3711 Lesen fortsetzen ]]> Wenn man, wie Frau Stevenson oder ich, auf dem platten Land aufwächst, kann man sich ein Leben ohne Auto kaum vorstellen. Der Führerschein gehört zur Volljährigkeit wie das Wahlrecht, und ab da ist man, ob in Mutters altem Polo oder in der ersten eigenen Klapperkiste, nur noch unterwegs.

In der großen Stadt ist das eigentlich nicht mehr nötig, aber man ist ja schon bequem und alte Gewohnheiten abzulegen, ist immer schwer. Also bleibt man beim Auto, und nicht nur für Großeinkäufe und Urlaubsfahrten, sondern auf für Strecken, die sich gut anders bewältigen ließen, vielleicht sogar schneller, sicher jedoch billiger.

Jetzt ist unser Auto mittlerweile nicht mehr das jüngste und so langsam in dem Alter angelangt, in dem es die Wehwehchen plagen. Bei Kälte jammert ein Alarm beim Abbiegen, irgendeine Sonde meldet auch Kummer und der Auspuff klingt nicht gut. Mal abgesehen davon, dass man als Draußenparker in Berlin hart im nehmen sein muss. Beulen und Lackschäden (Täter wurde erwischt) und ein abgetretener rechter Seitenspiegel (der leider nicht erwischt) künden von den rauen Sitten auf der Straße. Eigentlich ist also eine größere Runde in der Werkstatt fällig. Stattdessen steht er draußen rum, der Wagen, direkt vorm Fenster. Seit Aschermittwoch.

Ursprünglich wollte mein Mann nur ein paar Tage mit der Bahn fahren, bis zum Werkstatttermin, weil das Auto mit dem ständigen Alarmgepiepe und dem lauten Auspuff zu nervig war. Da erzählte ich ihm, dass Sabine und ich uns zur Fastenzeit mit den „Sieben Wochen ohne…“ befasst hätten, dass es da doch diese Aktion „Autofasten“ gäbe und er somit voll im Trend liege. Die Idee gefiel ihm und so sind wir komplett ohne Vorsatz zu Fastenden geworden. Familienmitglieder eins bis drei zücken morgens nur noch die Monatskarten und kommen bislang auch ohne Auto gut durch. Was auch damit zusammenhängt, dass bei der S-Bahn Berlin irgendwie keiner auf den Kalender geguckt hat und (fast) alle Bahnen trotz der Jahreszeit durchfahren. Solange der ÖPNV in Berlin funktioniert, besteht recht wenig Bedarf, die Klapperkiste wieder in Betrieb zu nehmen. Wenn wir bis Ostern durchhalten, rechne ich mal aus, wieviel Spritgeld wir gespart haben.

Wobei, nächste Woche müssen wir zu Stevensons.
Auf’s Land.
Das geht nicht gut.

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