Harry Potter – Wie sieht's denn hier aus? / Eigensinnig unperfekt zwischen Stadt und Land. Wed, 12 Dec 2012 19:43:59 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.1 Butterbeer wie in den „Drei Besen“ /2012/12/butterbeer-wie-in-den-drei-besen/ /2012/12/butterbeer-wie-in-den-drei-besen/#respond Sat, 08 Dec 2012 19:15:19 +0000 /?p=5185 Lesen fortsetzen ]]> Die „Harry Potter“-Bücher sind ja voll mit Speisen, Getränken und Süßigkeiten, die einen abwechselnd ins Grübeln bringen oder das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Man denke nur an Kesselkuchen und Schokoladenfrösche, Treacle Tart und Kürbissaft oder Eis-Mäuse und Lakritz-Schnapper. Und natürlich Butterbeer. Ich habe mich immer gefragt, wie dieses Standardgetränk für Hogsmeade-Ausflüge und Gemeinschaftraumpartys wohl schmeckt. Irgendwie wie warmes Malzbier mit Sahne? Es kursieren im Netz zahlreiche Rezepte mit unterschiedlicher Appetitlichkeit. Aus Umwegen bin ich auf das von 12Bottlebar gestoßen und kann mir sehr gut vorstellen, dass dies in etwa dem entspricht, was JK Rowling gemeint hat. Vor allem, weil es aus einem uralten Kochbuch stammt. Rowlings Vorliebe für alte Bücher ist bekannt, man denke nur an Culpepper’s Herbal, und ‘The Good Huswifes Handmaide for the Kitchin’ von 1588 scheint genau auf ihrer Linie zu liegen. 

Das ich trotzdem so lange gebraucht habe, das Rezept nachzukochen, liegt vor allem an der geringen Dichte von Bezugsquellen für Ale. Bis mir dann heute einfiel, im dicksten Adventsgedränge im Kaufhof am Alexanderplatz nachzusehen. Und klar, die haben welches. Mehrere Sorten. Wir haben uns nach viel bedenklich Gucken und Kopfkratzen für Fuller’s ESB entschieden, ohne eine Ahnung zu haben, ob das nun dem geforderten „Real Ale“ entspricht oder nicht. Allen Befürchtungen zum Trotz ist die Mischung auch nicht bei der Zubereitung ausgeflockt, sondern blieb schön sahnig. Allerdings konnte ich auch nach fünf Minuten rühren noch nicht feststellen, dass die Masse irgendwie dicker wurde.

Und wie schmeckt es nun? Also „warmes Malzbier mit Sahne“ kommt schon recht nahe, aber die Gewürze bringen noch mehr Dichte. Eine leichte bittere Note, die ich dem Bier, mein Mann dem Ingwer zuschiebt. Trotzdem lecker und mal sehr was anderes.

 

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Popcorn oder: Wie man kleinen Mädchen (fast) den Abend verdirbt /2012/08/popcorn-oder-wie-man-kleinen-madchen-fast-den-abend-verdirbt/ /2012/08/popcorn-oder-wie-man-kleinen-madchen-fast-den-abend-verdirbt/#comments Fri, 10 Aug 2012 18:42:45 +0000 /?p=4604 Lesen fortsetzen ]]> Es fing ja harmlos an. Das Tochterkind hatte Übernachtungsbesuch und das Kicherfest sollte mit einem Film im Heimkino und Popcorn gekrönt werden. Anders als Frau Stevenson hab ich zwar keine Popcornmaschine, aber erinnerte mich dunkel an Studentenzeiten, und so schwer war das damals doch nicht.

Ganz hab ich der Erinnerung dann doch nicht getraut und mir ein im Netz hochgelobtes Rezept zu Hilfe genommen. Aber statt lecker karamellisiertem Popcorn „wie im Kino“ gab es hauptsächlich verkohltes Zeug am Topfboden. Lag es am Glastopf? Dabei war der eigentlich super, weil man die poppenden Körner live beobachten konnte. Aber vielleicht war er nicht schwer genug, oder der Boden zu uneben.

Im Wohnzimmer waren die Mädchen gottseidank noch hinreichend gefesselt von Harry Potter, und die Rufe nach Popcorn kamen noch recht zaghaft. Nach kurzer Ratlosigkeit in der Küche entschieden wir uns für den „modernen Weg“: Popcorn aus der Microwelle. Garantiert ohne Fett und Anbrennen. Alles klar. Es fing zwar erst kurz vor Ende der eingestellten Zeit an zu Poppen, dann aber heftig. So heftig, dass es die Glasschüssel zerschlug.

Dabei hatte ich mit Abschicht schon keine Plastikschüssel genommen, weil in den Kommentaren zum Rezept vor dem Verschmoren derselben gewarnt worden war. Woran lag es diesmal? Funktioniert dieses Rezept nur in besonders Popcorn-gehärtetem Spezialglas?

Das Wohnzimmer wurde langsam ranzig, mir gingen die Alternativen aus. Kurz spielte ich mit der Idee, zum Kino zu radeln und dort Popcorn zu kaufen. Aber die exorbitanten Preise hielten mich davon ab – und die Erinnerung, dass ich vor geraumer Weile mal ein Paket fertig abgepacktes Microwellen-Popcorn eingelagert hatte. Die Rettung! Denn das funktionierte immerhin, wie auf der Schachtel versprochen. Nur war es leider salzig, was 50 Prozent des Publikums nicht wirklich schätzten – weggemümmelt wurde es trotzdem.

Wir werden demnächst dann auch eine neue Kategorie für unsere kleine Katastrophen einrichten.

 

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