Nudeln – Wie sieht's denn hier aus? / Eigensinnig unperfekt zwischen Stadt und Land. Fri, 26 Jul 2013 21:21:20 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.1 Japanisches Sommeressen – Zaru-Soba /2013/06/japanisches-sommeressen-zaru-soba/ /2013/06/japanisches-sommeressen-zaru-soba/#respond Sat, 08 Jun 2013 18:27:26 +0000 /?p=6098 Lesen fortsetzen ]]> zaru-soba

Jetzt wird es endlich warm, und damit nähert sich wieder das typische Hochsommer-Küchen-Problem. Ich weiß dann nie, was ich kochen soll, denn wer will schon was Warmes bei Hitze? Da hohe Temperaturen, gerne gepaart mit hoher Luftfeuchtigkeit im sommerlichen Japan nicht selten sind, verwundert es nicht, dass die dortige Küche darauf mehr Antworten kennt als unsere. Zaru-Soba zum Beispiel. Das sind kalte, im Idealfall mit Eis abgeschreckte Buchweizennudeln (Soba), die in einem Körbchen (Zaru) serviert werden. Dazu wird eine süß-pikante Soße gereicht, natürlich ebenfalls kalt, durch die man seine Nudeln happenweise zieht, bevor man sie sich einverleibt. Wichtig ist eine ordentliche Portion geriebener frischer Rettich in der Soße.

Für die Soße haben wir etwa einen Viertelliter Dashi-Brühe mit 3 Esslöffeln Sojasauce und zwei Esslöffeln Mirin aufgekocht. Um das Abkühlen zu beschleunigen, habe ich die Soßenschüssel in ein kaltes Wasserbad gehängt. Sobald die Temperatur weit genug runter ist, ab in den Kühlschrank, und mindestens eine Stunde durchkühlen lassen.

Sobanudeln kochen und ausgiebig mit kaltem Wasser spülen, bis auch die kalt sind. Zu jeder Portion Soße gehören dann etwa drei gehäufte Esslöffel geriebener Rettich. Oder mehr. Oder gar keiner, wie im fall meiner Tochter. Dazu Frühlingszwiebel nach Belieben.

Nudeln durchziehen, aufschlürfen, lecker.

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Jajangmyeon gegen Fern-(Heim-)weh /2013/02/jajangmyeon-gegen-fern-heim-weh/ /2013/02/jajangmyeon-gegen-fern-heim-weh/#comments Fri, 08 Feb 2013 21:33:56 +0000 /?p=5545 Lesen fortsetzen ]]> jajamgmyeonNudeln mit schwarzer Bohnenpaste sind für koreanische Kinder das Äquivalent zu unseren Spaghetti mit Tomatensoße, hat man uns erklärt: das, was sie am liebsten fünfmal in der Woche essen würden. Nach einem ersten Test konnten wir das nachvollziehen. Das Gerichts sieht zwar, besonders im durchgemischten Zustand ein bisschen gewöhnungsbedürftig aus, liegt aber im Geschmack sehr delikat zwischen süß und herzhaft. Leider habe ich lange Zeit die essentielle Zutat, nämlich die schwarze Bohnenpaste, auch in den gewöhnlich gutsortierten Berliner Asialäden nicht gefunden, aber der frisch in die S-Bahn-Bögen neben dem Alexa umgezogene Asia Markt Lee (früher Dirksenstraße) hat sie im Sortiment. Vermutlich hatte er das auch schon früher, nur bin ich im alten, eng bestückten Laden wohl an der kompakten kleinen Schachtel vorbei gelaufen.bohnenpaste

Was man dafür braucht:

  • 250 g Schweinebauch, in Würfel geschnitten
  • ca. 150 koreanischen eingelegten Rettich, auch gewürfelt
  • 1 mittlere Zucchini, gewürfelt
  • 3 bis 4 Kartoffeln, geschält, gewürfelt
  • 2 bis 3 Zwiebeln, geschält und in Stücke geschnitten
  •  3 Esslöffel Pflanzenöl
  • ca. 150 ml der besagten schwarzen Bohnenpaste
  • 2 Esslöffel Speisestärke, mit gut 100 ml Wasser und einem Esslöffel Zucker angerührt

Zunächst den Schweinebauch mit etwas Öl in einer großen Pfanne oder einem Wok anbraten, eventuelle danach etwas Fett abgießen. Dann den Rettich mit anbraten. Das restliche Gemüse hinzufügen, und braten, bis die Kartoffeln etwas glasig sind. In der Mitte der Pfanne Platz freiräumen, etwas Öl hineingeben und die Bohnenpaste darin anbraten, etwa eine Minute, dann alles mischen. Dabei immer schön weiter rühren. Einen halben Liter Wasser zufügen und mit Deckel etwa 10 Minuten kochen lassen. Wenn danach Kartoffel und Rettich gar sind (probieren!), die angerührte Stärke nach und nach hinzugeben, bis alles schön angedickt ist. Zum Schluss etwas Sesamöl hinzufügen und über Nudeln oder Reis servieren.

Im Original gibt es spezielle Nudeln dazu, wir nehmen Spaghetti. Mein Kind liebt es. Aber sie ist vielleicht kein Maßstab, denn wenn „koreanisch“ draufsteht, würde sie sogar Fisch essen.

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