Putzen – Wie sieht's denn hier aus? / Eigensinnig unperfekt zwischen Stadt und Land. Wed, 28 Aug 2013 09:58:33 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.1 Es gibt keine Abkürzungen /2012/09/es-gibt-keine-abkurzungen/ /2012/09/es-gibt-keine-abkurzungen/#comments Wed, 05 Sep 2012 18:05:58 +0000 /?p=3613 Lesen fortsetzen ]]> Letztens fand ich auf der heißgeliebten Seite Apartmentherapy einen Plan, dessen Ziel  für mich putzfaulen Menschen wie ein Magnet wirkte. Versprochen wurde nichts geringeres als der schnelle Weg zur ewig und immerdar aufgeräumten, sauberen … Küche.   20 Minuten sollten reichen. Schaute man jedoch genauer hin, war es mit 20 Minuten täglich noch lange nicht getan. Denn für diese sollte die Uhr erst zu laufen beginnen, NACHDEM man die Küche aufgeräumt, die Arbeitsflächen abgewischt und noch mal schnell durchgefegt hat. Dann erst sollte man 20 Minuten einer bestimmten Extra-Aufgabe widmen, und so im Handumdrehen die Küche in einen Ort des ewigen Friedens und der Gelassenheit verwandeln. Jedenfalls, wenn man das 30 Tage durchhält. Und wenn die 20 Minuten denn auch für tägliche Extra-Aufgabe reichen. Mein Highlight auf der Liste war Tag 18: Innenseite der Küchenschränke reinigen. In 20 Minuten. Diese Zeit hätte vielleicht ausgereicht, um mit dem Lachkrampf fertig zu werden, der mich spontan bei der Vorstellung überfiel, ich könnte alle meine Schränke in 20 Minuten aufräumen. Wer auch immer so einen Plan macht, kann eigentlich keine Küche haben. Oder jedenfalls keine, die so groß wäre, dass sie ein solches Aufräum-Programm rechtfertigen würde. Außerdem beschlich mich beim Lesen leise das Gefühl, dass hier eine fortwährende Routine eingeführt werden sollte. Also nicht: einen Moant durchziehen und Sie werden nie mehr Probleme haben. Sondern eine regelmäßige Angelegenheit, die einem erst dann leichter fällt, wenn man sie so oft erledigt, dass man sie im Schlaf bewältigt.

In meine Realität übertragen, würde das Abendprogramm dann so aussehen: nach dem Abendessen den Tisch abräumen und sich um die Spülmaschine kümmern, 10 Minuten. Arbeitsflächen aufräumen und abwischen, 10 Minuten. Küche durchfegen, saugen oder bei Bedarf schnell wischen, mindestens 10 Minuten. Dazu dann die 20 Minuten des „Machs-Dir-Einfach“ Programm, und wir sind bei 50 Minuten, die man jeden Abend der Küche widmet. Ich denke sogar, dass das funktioniert. Sogar meine Küche wäre ziemlich sicher picobello, wenn ich ihr jeden Tag eine knappe Stunde widmen würde.

Aber schnell ist was anderes. Und wer macht den Rest der Wohnung?

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Frühjahrsputz, oder was man alles so findet /2012/03/fruhjahrsputz-oder-was-man-alles-so-findet/ /2012/03/fruhjahrsputz-oder-was-man-alles-so-findet/#comments Mon, 19 Mar 2012 19:17:07 +0000 /?p=3788 Lesen fortsetzen ]]> Er lässt sich nicht mehr wegdiskutieren, der Frühling. Drei Wochen noch bis Ostern, das muss reichen, um einmal alles durchzuräumen, auszumisten, zu putzen und zu polieren. Eigentlich wird nur der Kleiderschrank im Kinderzimmer regelmäßig durchsortiert, denn die Große ist hier ja die einzige, die noch wächst (jedenfalls in die Höhe). Ich hab mal damit angefangen, die Schuhschränke auszumisten. Und das war recht heilsam. Denn braucht man (frau) wirklich fünf Paar Hausschuhe? Und welche behalte ich, und was mache ich mit den übrigen?

Ich bin ja mal gespannt, was ich da noch so alles zu Tage fördere.

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Das dreckige Dutzend /2011/04/das-dreckige-dutzend/ /2011/04/das-dreckige-dutzend/#comments Mon, 11 Apr 2011 06:10:27 +0000 /?p=778 Lesen fortsetzen ]]>

Bild: Historical Stock Photos

Also, ich bin nun wirklich nicht die Hausfrau vor dem Herrn. Und schon mal dreimal nicht, wenn es um das Thema putzen geht. Unvergessen ist das panische Zusammentrommeln aller Freundinnen, die nicht mindestens ein Meeting mit dem Chef vorzuweisen hatten, weil sich meine Oma kurzfristig angesagt hatte. Frau Jugel war eine davon und sie spricht immer noch mit mir, was für ihre Loyalität als Freundin spricht.

Trotzdem, wenn man Kinder hat, fängt man ganz von selbst an, sich über gewisse Dinge Gedanken zu machen. Und wenn man dann noch ein Blog wie dieses schreibt und im Frühling über gewisse Einträge mehr als nur stolpert, dann holt man den Putzlappen freiwillig raus. Und putzt auch die Dinge, die man gemeinhin gerne mal vergißt. Daher hier ein paar Vorschläge, für Leute, die entweder zuviel Zeit haben im Leben, die der Frühjahrsputzvirus erwischt oder die nach dem Lesen dieses Artikels keinen Schlaf mehr finden, bis sie nicht auch diese 12 Punkte abgearbeitet haben.

Disclaimer: Ich bin nicht der Meinung, dass ein Haushalt klinisch rein sein sollte, antibakterielle Putzmittel halte ich für schädlicher als dass sie nützen. Aber westlicher Hygienestandard ist schon nett.

1. Türgriffe. Jeder weiß, wie ekelhaft Türgriffe gerade an öffentlichen Toiletten sein können. Aber sie werden wahrscheinlich häufiger geputzt als der einer durchschnittlichen deutschen Wohnzimmertür.

2. Keyboards, Handys, Fernbedienungen. Alles was irgendwie eine Tastatur hat, auf der dauernd draufrumgetippelt wird. Computertastaturen sind nun schon bekannt und werden selbst bei mir häufig geputzt. Sogar über das Handy geh ich wegen des Displays ab und an mal drüber. Aber wann genau ich das letzte Mal meine Tastatur gereinigt habe…

3. Spülmaschine. Damit meine ich nicht das Innere, das man sieht. Aber die Ecken und Ränder und…..kurz, einmal drüberwischen an den Gummiflächen ist nicht vergebens.

4. Kühlschrank. Ich kenne Leute, die putzen ihren Kühlschrank wöchentlich. Das tue ich nicht. Wirklich nicht. das sind wahrscheinlich auch die Leute, die regelmäßig auf und unter und hinter selbigen putzen. Frei nach dem Motto: Nur weil man es nicht sieht, heißt es noch lange nicht, dass es da nicht dreckig ist. Für alle anderen: So zwei, drei Mal im Jahr ist das schon gut. Und wenn es für das eigene Gewissen ist.

5. Beine von Stühlen und Tischen. Wenn man Kinder und Ehemänner sein eigen nennt, die stocksteif auf dem Stuhl sitzen und nicht mit den Füßen an den Beinen der dauernd rumspielen, dann kann man diesen Punkt als erledigt betrachten. Alle anderen holen bitte den Lappen raus.

6. Staubsauger. So zwischendurch sollte der Auffangbehälter mal gereinigt werden, vor allem wenn es einer ohne Beutel ist. Mit Filter. Und allem. Und der darf noch nicht mal in die Spülmaschine. Yikes! Und die Bürsten nicht vergessen.

7. Mikrowelle. Unsere Mikrowelle ist täglich mehrmals in Gebrauch. Und gerade in den letzten Sekunden macht es schon mal „Puff“ und irgendwas ist mal wieder über den Gefäßrand explodiert. Und da reicht es nicht, nur mal eben die Glasplatte zu putzen. Da muss alles raus und das Ding einmal von oben bis unten geschrubbt werden. Vor allem wenn es kochende Butter war. So als Beispiel.

8. Fernsehschirm. Ich habe letztens festgestellt das HD noch viel besser kommt, wenn man so einmal die Woche den Bildschirm von Staub befreit. Wirklich. Ein völlig neues Seherlebnis.

9. Vordertür. Die Tage habe ich meinen Schlüssel vergessen, stand vor der Tür und hab gewartet, dass mir eines der Kinder die Tür aufmacht. Und gleich, nachdem sie das getan haben, hab ich das Putzzeug geholt. Das Problem war natürlich nicht innen sondern aussen angesiedelt, wo Wind, Wetter und ungeduldige kleine Kinder die Visitenkarte der Hausfrau schänden.

10. Sockelleisten. Sockelleisten saubermachen ist ein sehr undankbarer Job. Man kommt mit dem Wischer nicht dran, hängt auf Knien und einem Arm in Fugenhöhe und schrubbt sich einen Wolf, weil irgendwer den Teller mit der Tomatensosse hat fallen lassen und leider nur den Fußboden gewischt hat. Und das Gemeine – dreckige Sockelleisten lassen die ganze Küche schmuddelig wirken.

11. Lampen. Egal welche. Sie werden immer, immer, immer vergessen. Die Crux ist, die meisten von uns sehen es erst, wenn sich dieser dicke, gräuliche Schimmer auf dem Lampenschirm zeigt. Leider haben den dann andere meist auch schon gesehen.

12. Kreditkarten. Zugegeben, man kann sich auch anstellen. Aber wenn man sich mal überlegt, wem man alles so im Laufe seines Einkaufstages seine Karte gibt. Und weiß man, was all die Karten schon gesehen haben, die vor der eigenen im Schlitz waren?

Von daher, an die Putzlappen, die Damen und Herren! Und darüber nicht die offensichtlichen Stellen vergessen, sonst bringt das alles nichts.

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Durchsichtig. /2011/03/durchsichtig/ /2011/03/durchsichtig/#comments Sat, 19 Mar 2011 20:16:28 +0000 /?p=407 Lesen fortsetzen ]]>

Nein, ich putze nicht gerne Fenster. Ich habe ziemlich viele davon, groß sind sie auch und den oberen Teil muss man herunter klappen und auf der Leiter abstützen, damit man die Außenseite putzen kann. Nachdem mir vor Jahren beim ersten Versuch dieses Manövers der Angstschweiss oben auf der obersten Stufe der Trittleiter ausgebrochen ist, habe ich diesen Teil seither immer meinem Mann überlassen. Das erleichtert die Sache zwar, aber vom Tisch ist das Problem damit nicht. Denn anders als beim Staubsaugen oder Bücher sortieren  kann man beim Fenster putzen richtig Fehler machen. Und die sieht man hinterher. Diese dummen Streifen können einem sonnige Tage so verderben, dass man sich fast Regen wünscht. Dann fallen sie nicht so auf. So ging es mir beim letzten Versuch. Stundenlang habe ich rumgewienert, es sah alles gut aus. Dann kam die Sonne raus: so viele Streifen, das man fast meinte, es sei neblig. Das sollte mir nicht noch mal passieren. Diesmal bin ich vorbereitet.

 

Die große, allwissende Müllhalde namens Google hat mir dann mehr übers Fenster putzen erzählt, als ich jemals wissen wollte. Mit heißem Wasser sollte geputzt werden; nein, mit kaltem. Mit Essig, mit Spiritus, bloß nicht mit gekauften Glasreinigern, denn die enthalten alle Duftstoffe und das ist gar nicht gut. Sehr dreckige Fenster, so wird empfohlen, soll man mit einer Zwiebel abreiben, und immer, wenn die Schnittfläche dreckig ist, soll man eine Scheibe abschneiden. Die kennen meine Fenster nicht. So viele Zwiebeln… . Weiter geht’s mit Tipps zum Polieren. Das hatte ich gar nicht vor. Aber wenn, dann bitte nur, mit Microfasertuch/ausrangierter Windel/“echtem“ Fensterleder/Zeitungspapier/Nylonstrumpf. Zum Mäuse melken. Was mache ich jetzt? Den eigenen Kopf einschalten? Revolutionärer Gedanke! Ein Blick auf meine Fenster sagt: Vorwäsche muss sein. Mit handwarmem Wasser, weil alles anderen unangenehm ist. Bischen Spülmittel und ein Schwamm, alles taugt auch für den Rahmen. Danach ein gekaufter (Teufelszeug!) Glasreiniger, immerhin auf Spiritus-Basis. Und ein guter Abzieher, der zwischen den Zügen mit einem Lappen gereinigt wird. Letzterer nimmt auch die herabtropfende Brühe auf. Und siehe da: der Blick auf die Welt da draußen hat wieder HD-Qualität.

Weil ich einfach nicht anders kann, musste ich dann noch herausfinden, was beim letzten Mal schief gelaufen ist. Nach vorläufiger Analyse war vermutlich zuviel Spülmittel im Vorwaschwasser schuld. Und nicht der fehlende Nylonstrumpf.

 

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