vegetarisch – Wie sieht's denn hier aus? / Eigensinnig unperfekt zwischen Stadt und Land. Thu, 28 Feb 2013 18:12:46 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.1 Nun auch hier – Veggie-Day /2013/02/nun-auch-hier-veggie-day/ /2013/02/nun-auch-hier-veggie-day/#comments Wed, 20 Feb 2013 07:17:29 +0000 /?p=5624 Lesen fortsetzen ]]> Bild Gemüse RelishAh, springen die Wie-siehts-denn-hier-aus-Leute nun auch auf den Pferdefleischskandal auf, mag so mancher jetzt denken. Weit gefehlt, schon vor weit über einem Jahr schrieb Frau Jugel darüber, dass sie Weekday-Veggie ist. Und ich erinnere mich an Diskussionen, die wir beide damals geführt haben.

Denn bei uns wäre das so nicht möglich, ich gebe es zu, wir essen hier alle so gerne Fleisch, dass uns was fehlen würde – sei es die Salami auf dem Brot, sei es der Speck im Eintopf oder einfach nur das Schnitzel am Abend. Zudem drücken mir viele der führenden Aktionisten zu sehr auf die Tränendrüse, spielen sich als das Gewissen der geschundenen Kreatur auf und verdienen damit einen Haufen Kohle.

Aber wenn ein Skandal den nächsten jagt, wenn man freiwillig anfängt im Netz ein wenig zu suchen und nicht völlig gleichgültig Umwelt- und auch Gesundheitsaspekten gegenübersteht, dann fällt es immer schwerer, bestimmte Dinge zu ignorieren. Fakt ist, es gibt gute Gründe, Fleisch zu essen. Es gibt aber auch sehr gute Gründe, den Fleischkonsum einzuschränken.

Nun bin ich in dieser Familie ja diejenige, die Brut und Mann füttert, es würde also gar nicht auffallen, wenn ich an einem Tag der Woche komplett fleischlos auftische. Aber darum geht es mir nicht. Ich will auch bei den Kindern ein Bewußtsein dafür schaffen, dass es zwar ok ist, Fleisch zu essen, aber dass man schon wissen sollte, dass ein Schnitzel mal ein lebendes Wesen war und wie es auf den Teller gekommen ist. Und warum.

ObstsalatUnd so wurde der Familienrat einberufen, ich habe die verschiedenen Möglichkeiten von vegan bis Erhaltung des Status Quo aufgezählt und wir sind zu dem Schluß gekommen, dass wir den Veggie-Thursday mitmachen, bei dem es darum geht, bewußt einmal die Woche keinerlei Fleisch zu essen. Nur dass es bei uns nicht der Donnerstag sondern der Mittwoch ist, weil Dienstags, Donnerstags und Freitag die Kinder Training haben und danach tatsächlich einen großen Appetit auf Tier haben – was mir etwas sagen will. Und der Montag ist ungünstig, weil einfach noch viel vom Wochenende übrig ist.

Also der Mittwoch, jeder hat sich verpflichtet, selbst darauf zu achten, dass man sich nicht nebenher eine Wurstsemmel kauft (mit Ausnahme von Kind Nummer Zwei, der ißt in der Kita, was auf den Tisch kommt). Der Autor ist nicht begeistert, weil er ebenso wie ich bei sowas die fanatischen Vegetarierer vor dem geistigen Auge hat, die die fleischlose Kost zu ihrer neuen Religion ausgerufen haben und jetzt die Welt vor dem Untergang bewahren wollen. Aber auch er sieht die Notwendigkeit ein.

Und es läßt sich sehr gut an. Zwar ist heute der erste Mittwoch, an dem wir es praktizieren, aber ich hatte die Woche über soviel zu tun, dass ich nicht zum Fleischer gekommen bin und wir seit Sonntag quasi aus Versehen komplett fleischlos essen. Ups.

Ich werde dann mal im Sommer berichten, ob und wie wir es durchgezogen haben.

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Wenn man zuviel Zeit hat – Gefüllte Weinblätter /2013/01/wenn-man-zuviel-zeit-hat-gefullte-weinblatter/ /2013/01/wenn-man-zuviel-zeit-hat-gefullte-weinblatter/#respond Wed, 23 Jan 2013 20:40:52 +0000 /?p=5400 Lesen fortsetzen ]]> Weinblaetter3Es gibt ja Gerichte, die sind einfach, schnell gemacht und saulecker. Dann gibt es Gerichte, die dauern etwas, sind etwas komplizierter und auch saulecker. Und dann gibt es noch gefüllte Weinblätter, fisselig, zeitaufwändig, weder einfach noch kompliziert und aber immer noch saulecker.

Ich mache sie selten, weil sie wirklich viel Zeit in Anspruch nehmen, aber heute hat es mich mal wieder gepackt. Alles in allem dauert die Zubereitung gut vier Stunden, davon wickelt man, je nach Größe der Blätter gut eineinhalb.

Weinblaetter1Man brät eine gehackte Zwiebel, 125gr Reis, 50gr Pinienkerne, 1/2 Tel Zimt, 1/3 Tel Pimentpulver, 1/2 Tel Zucker und genügend Salz in 4 Eßl Olivenöl an und gißt dann mit 350ml Wasser auf. bei schwacher Hitze 15 Minuten garen lassen. Es ist ok, wenn er noch sehr bißfest ist.

Während der Reis abkühlt, kocht man die Weinblätter ca. 5 Minuten in Wasser auf – wenn es denn welche aus der Dose oder aus dem Glas sind, frische sollen angeblich nach einer Minute schon gut sein. Das Wasser abschütten, den Stiel abschneiden und einen Teelöffel Reismasse auf das breite Ende des Blattes geben. Und dann kleine Röllchen rollen, indem man immer wieder die Ecken einschlägt.

Weinblaetter2Blätter mit Löchern kann man dazu nutzen, den Boden eines Topfes auszulegen. Darauf kommen dann die Röllchen. Ist der Boden bedeckt, die Scheiben einer Biozitrone drauflegen und eine zweite Lage Röllchen oben drauf. Das Ganze wird dann mit 125ml Wasser und 6 Eßl Olivenöl übergossen. Mit einem Teller beschweren, Deckel drauf und bei kleiner Hitze 40-50 Minuten ziehen lassen.

Diese speziellen Weinblätter halten sich mit Öl bedeckt nicht wirklich lange, was aber auch nicht nötig ist, weil er Autor und die Kinder sie in einem Tag vernichtet haben.

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Linsen-Bolognese /2012/02/linsen-bolognese/ /2012/02/linsen-bolognese/#comments Mon, 20 Feb 2012 22:17:42 +0000 /?p=3614 Lesen fortsetzen ]]>

 

Heute als neues vegetarisches Alltagsgericht getestet und bei allen gut angekommen: die Linsen-Bolognese.

Drei Esslöffel Olivenöl, eine kleingewürfelte Zwiebel, zwei (kleine) zerdrückte Knoblauchzehen, zwei kleingewürfelte Möhren, eine kleingewürfelte Stange Sellerie, 150 Gramm rote Linsen, eine Packung (500g) Tomaten in Stücken, ei Esslöffel Tomatenmark, 500 ml Gemüsebrühe, Majoran, Salz und Pfeffer.

Öl in der Pfanne erhitzen und Zwiebel, Möhren, Knoblauch und Sellerie ca. fünf Minuten leicht anbraten. Dann Linsen, Tomaten, Tomatenmark, Brühe und Majoran zufügen, zum Kochen bringen. Abdecken und 20 Minuten simmern lassen

Wie gewohnt zu Nudeln und Käse.

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Linsen auf’s Brot oder Creme-Dip ohne Milch /2011/08/linsen-aufs-brot-oder-creme-dip-ohne-milch/ /2011/08/linsen-aufs-brot-oder-creme-dip-ohne-milch/#respond Thu, 18 Aug 2011 18:23:13 +0000 /?p=2082 Lesen fortsetzen ]]> Wir sind mehr oder weniger unter die Weekday Vegetarians gegangen (die Großen mehr, die kleine weniger). Was letztendlich nicht mehr heisst, als dass man zwar nicht komplett auf Fleisch verzichtet, aber deutlich weniger davon isst. Ganz so einfach ist es natürlich nicht, und es gibt dazu auch allerlei theoretisches Gedöns, aber das ist eine andere Geschichte. Was die Hauptgerichte angeht, haben wir uns ganz gut arrangiert, denke ich, aber beim klassischen „Abendbrot“ hapert’s, wenn das eben aus der klassischen Schnitte mit was drauf besteht. Da war mir unser durchschnittlicher Kühlschrankinhalt zu langweilig und ich zog auf Abenteuer aus.

Am Ende habe ich 150 Gramm rote Linsen und zwei halbierte Knoblauchzehen mit Wasser (ca. 400 ml) aufgekocht und dann 20 Minuten köcheln lassen. Nebenher wurde eine halbe rote Paprikaschote mit einer halben Chilischote und ein paar Blättern Basilikom gehackt, so fein ich es eben hinbekam. Nachdem die Linsen abgekühlt waren, wurden sie mit drei Esslöffeln Olivenöl püriert, danach mit dem roten Gemüsehäcksel gemischt und mit Salz, Honig und Zitronensaft abgeschmeckt.

Und war es nun gut? Ich will es mal so sagen: es war lecker, aber nicht so, wie erwartet. Die Reduktion des Chilis auf eine quasi homöopathische Dosis hat sich gelohnt, denn es hat sogar der Jüngsten gemundet. Es war ein wenig zu flüssig, und taugt so daher nicht für’s Schulbrot, aber dafür werd ich es beim nächsten Mal mit weniger Wasser versuchen. In der vorliegenden Variante ist es immerhin ein super Dip für Leute, die keine Milch vertragen. Oder keine wollen.

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